Dieselben Probleme wie beim A8-Ausbau

Zum Bericht „Neubeurer See in Gefahr“ über den Brenner-Nordzulauf (Regionalteil):

Trotz der vorangegangen Untersuchungen und Bodenproben werden bei dem vielen Sand und Seeton direkt neben dem Inn ähnliche Probleme zu erwarten sein, wie sie beim A8-Brücken-Ausbauplan auf sechs Spuren im Bereich Bernau/südlicher Chiemsee zum Desaster führen. Alle Versuche, die A8-Brücke durch verschiedene Methoden mit mehr und mehr Beton, zusätzlichen Stützen und tieferen Bohrungen zu stabilisieren: All das führte nicht zur erfolgreichen Lösung, sodass die Brücke doch nur vierspurig fertiggestellt werden konnte. Im vergangenen Jahr wurde eine ähnliche Problematik für die B15-Brücke über den Aicherpark festgestellt. Zeitliche Verzögerungen und noch mehr Beton sowie längere, dickere Stützpfeiler müssen dort nun in den Boden getrieben werden. Die auf der Karte eingezeichnete blaue Variante östlich des Inns wird mit Stelzen auf Sand gebaut. Dort sind zahlreiche Kiesgruben, die noch fleißig abgebaut werden. Viele Kubikmeter Kies und Sand werden gefördert. Wenn der Sand weg ist, bleiben die Seen, das bedeutet, dass ins Wasser gebaut werden muss, denn hier ist ja schon nach weniger als einem Meter bereits das Grundwasser.

Charly Foerster

Neubeuern

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