Die Zerstörungder Kaufkraft

Zur Berichterstattung über den Kauf von Schuldpapieren durch die EZB (Wirtschaft)

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Schon wieder greifen die Zentralbanken gewaltig in die Märkte ein und kaufen Schuldpapiere im großen Stil, um die Lockdown-Krise mit dem Altpapier abzufedern. Sie verwenden die Notenpressen wie den Wasserhahn. Die Menschen werden über die inflationäre Natur des ungedeckten Geldes getäuscht. Die Preisinflation wird damit nicht bekämpft; in Wirklichkeit sind diese „akademischen Zauberkünstler“ die Verursacher der Kaufkraftzerstörung. Der Geldmengenüberhang M1 im Euroraum beträgt Ende Oktober im Vergleich zum Vorjahr fast 14 Prozentpunkte und wird in der erneuten Krise stark ansteigen, um strauchelnde Banken und Staaten retten zu können. Durch diese Bereitschaftsbekundung bekommt sie zwar Beifall aus der Politik und von den Bankern, aber täuscht über den kommenden Ruin hinweg. Nicht zuletzt ist die inflationäre Geldmengenausweitung auch eine Gefahr für die Demokratie. Durch diese Taktik wird den Regierungen ermöglicht, die Wähler über die wahren wirtschaftlichen Verhältnisse zu täuschen, um später Eigenverschulden abzuwälzen.

Richard Hofbauer

Rosenheim

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