Die Ursachen für die Gewalt an Schulen sind längst bekannt

Zum Thema „Gewalt an Schulen nimmt zu“ (Politik):

Die Ursachen dieser zunehmenden Gewalt sind meiner Meinung nach längst bekannt und erforscht, werden aber in der öffentlichen Diskussion kaum erwähnt. Zum einen werden immer mehr Video- und Computerspiele auf den Markt geworfen, von denen manche durchaus ein gewisses gewaltverherrlichendes Potenzial haben. Die Jugendlichen ahmen Verhalten nach, weil sie nicht mehr zwischen Spiel und Realität unterscheiden können. Zum anderen ist der zunehmende Stress nicht zuletzt durch die permanente Bestrahlung durch Handys und WLAN nicht außer Acht zu lassen.

Dr. Barrie Trower weist in dem Film „Faktencheck“ darauf hin, dass unterschiedliche Frequenzen im Gehirn unterschiedliche Zentren stimulieren können. Dadurch kann das Verhalten der jungen Menschen durchaus beeinträchtigt werden.

Auch Professor Manfred Spitzer, der bekannte Gehirnforscher, weist in seinem Buch „Digitale Demenz“ auf das zunehmende Fehlen von Empathie bei Jugendlichen durch zu hohen Medienkonsum hin.

Leider tut der Gesetzgeber zu wenig, um unsere Kinder vor der hohen Strahlenbelastung und der Medienflut von Film- und Videospielindustrie zu schützen. Im Gegenteil, Schulen sollen mit WLAN weiter ausgebaut werden, anstatt mit viel schnellerer und effizienterer Breitbandtechnik. Es braucht mutige Politiker, die der Film- und Mobilfunklobby endlich Einhalt gebieten, damit unsere Schulen wieder ein Ort für positive Erfahrungen werden.

Jürgen Batek

Kolbermoor

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