Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Die Quadratur des Kreises

Zur Berichterstattung über die neue Ampel-Regierung und die Klimapolitik (Politikteil):

Kaum eine Regierung der letzten Perioden hat einen solchen Berg von Problemen von ihren Vorgängern geerbt wie die neue Dreier-Koalition. Nicht alles hat die alte Koalition verursacht, aber das Arbeitsprogramm der neuen Koalition liefert eindeutige Hinweise auf mannigfaltige Fehler und Versäumnisse der Vorgänger. Die SPD gehörte dieser Regierung an und muss sich davon sicher einiges anrechnen lassen. Nun gilt es aber, rasch in die Gänge zu kommen. Stark im Vordergrund steht die Pandemie, bei der sich der frühere Musterknabe Deutschland wegen Versäumnissen plötzlich weit hinten wiederfindet. Die größere Anstrengung mit dem stärksten Veränderungsdruck resultiert aber aus der Klimakrise. Sie zu meistern, bedeutet nicht weniger als die Veränderungen in der Atmosphäre rasch und ohne größere Wohlstandsverluste aufzuhalten. Die soziale Verträglichkeit ist dabei auch noch zu beachten. Der Koalitionsvertrag besagt dazu nicht allzu viel Konkretes. Als Industrieland ist Deutschland besonders auf eine zuverlässige Energieversorgung angewiesen. Und das bei stark steigendem Verbrauch, schließlich soll alles, was geht, auf Strom umgestellt werden. Selbst durch ein mit zigtausenden von Windrädern und Solarparks zugepflastertes Land lässt sich das nicht bewerkstelligen. Wasserkraft steht uns kaum, Holz und Biomasse nur in unzureichender Menge zur Verfügung. Bleibt noch der Energie-Import. Aber unsere Nachbarn können uns fast nur mit Strom aus fossilen Energieträgern oder gar aus der bei uns noch verteufelten Kernenergie aushelfen. Wasserstoff aus Afrika wird möglicherweise zu spät kommen. Das gleicht verdächtig der Quadratur des Kreises und dürfte eine Aufgabe für mehrere Legislaturperioden sein.

Norbert Vogel

Schechen

Kommentare