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Die Mitverantwortung der Jäger ist gefragt

Zum Leserbrief von Georg Fischbacher zum Thema Jagd:

Die Aussagen von Herrn Fischbacher sind nicht überzeugend. Ich bin kein stupider Wildfeind, aber auch kein Freund gestriger Jäger, die Rehe aus Eigennutz zum Schaden gemischter Waldverjüngungen übermäßig hegen. Auch bei uns gibt es Vorzeigereviere dafür, dass die Mischbaumarten dort deutlich zunehmen, wo der Wildbestand entsprechend abnimmt. Ein Anruf genügt und ich führe Herrn Fischbacher in Reviere, die eine herausragende Verjüngungssituation und zugleich einen bejagbaren Wildbestand aufweisen.

Die behauptete „Misswirtschaft im Waldbau“ gab es so nicht zu meiner Zeit als Förster seit 1964. Das Grundübel im Staatsforst war vielmehr der Irrglaube, man könne standortgemäßen Waldbau und hohe Wildbestände unter einen Hut bringen. Das ist krachend gescheitert. Durch den starken Verbiss an den Mischbaumarten entstanden vielfach Monokulturen aus Fichten oder Kiefern auf ungezäunten Flächen.

Die 1934 (!) verordnete Vorlagepflicht der Trophäen (Geweihe und Hörner) bei der Hegeschau wurde in 14 Bundesländern bereits abgeschafft – zumindest für Rehgehörne. Diese „Schädelolympiade“ – oft mit Vergabe von Plaketten wie bei der Tierzucht – macht genetisch keinen Sinn, fördert aber Trophäenkult und Jagdneid. Ich warte weiter auf den Engel Aloisius als Überbringer der göttlichen Eingebung an die Bayerische Staatsregierung.

Hans Soyer

Rosenheim

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