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Dialekt: Förderer der Kommunikation

Zum Kommentar „Traut euch doch Bairisch reden“ (Kommentarseite):

Der Kommentatorin Cornelia Schramm kann man ihrem Appell „Traut euch doch Bairisch reden“ nur voll beipflichten. Leider grassiert in manchen Bevölkerungskreisen noch immer das Vorurteil, dass Dialekt den Kindern in der Schule und den Erwachsenen im Berufsleben schadet.

Ich habe die gegenteilige Erfahrung gemacht. Dialekt, im Idealfall auf seinen Gesprächspartner „abgestimmt“, kann „Türöffner“ und Sympathieträger in vielen Situationen werden.

In meinem Berufsleben, das mit einigen Aufenthalten im „preußischen Bonn“ verbunden war, konnte ich mit der Begrüßung „Grüß Gott“ am Telefon zu vielen interessanten Gesprächen anregen. Die „Bairische Klangfärbung“, wohlgemerkt nicht im „Brachial-Dialekt“, wurde nach Bekunden vieler Gesprächsteilnehmer als sehr angenehm empfunden.

Da muss doch etwas dran sein, wenn 2010 in der Zeitschrift „Playboy“ das Bairische zum erotischsten Dialekt gewählt und bei Umfragen als „sexy“ empfunden wurde.

Es ist doch viel angenehmer, einem Politiker wie Marcel Huber mit seiner „Bairischen Klangfarbe“ und „wohltemperiertem Dialekt“ zuzuhören als dem verschwurbelten „Doudschmatzer“ und Fußballexperten Bastian Schweinsteiger. Daher: Mut zum Dialekt, wann immer es die Situation hergibt.

Gert Hilger

Waldkraiburg

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