Deutsche Polizisten verteidigt

Zum Artikel „SPD sieht Rassismus bei der Polizei“ und zum Kommentar „Die SPD-Chefin und der Rassismus“ (Politikteil):

Um es mal vorweg zu nehmen: Ich bin genau so entsetzt über das Vorgehen dieser US-Cops, wie wohl jeder rational denkende Mensch mit Empathie für jedermann – egal welcher Hautfarbe. Das hat aber mit unserer Polizei und ihrem Auftreten überhaupt nichts zu tun. Die Damen Esken und Schulze sollten einmal darüber nachdenken, was sich unsere Polizeibeamten täglich gefallen lassen müssen. Sie werden beleidigt, angespuckt und körperlich angegangen. Sie werden bei der Ausbildung psychologisch geschult, um das an sich abprallen zu lassen. Sie haben für Recht und Ordnung zu Sorgen – aber wie? Irgendwann muss man sich gegen gewaltbereite Straftäter durchsetzen, egal welcher Hautfarbe. Wenn die Fahndung nach einem großen dunkelhaarigen, südländischen Typ läuft, wird wohl kaum jemand einen kleinwüchsigen Heino-Typ aufhalten. Wenn einem selbst ein Unrecht widerfährt, ist der Ruf nach der Polizei ganz laut. Da können die Beamten nicht schnell oder hart genug zugreifen.

Ich wünsche den Damen nur, dass sie nie in so eine Situation kommen. Wir haben sicher auch ein paar schwarze Schafe, die über kurz oder lang negativ auffallen. Dafür ist die Dienstaufsicht zuständig. Dafür brauchen wir weder SPD-Chefinnen noch Grünen-Vorsitzende, die sich meinen profilieren zu müssen.

Irene Jeschke

Egglkofen

Die SPD-Vorsitzende Esken glaubt, ein Thema gefunden zu haben, um ihre Unkenntnis zum Ausdruck zu bringen. Wer deutsche Polizeiarbeit mit dem Vorgehen von US-Polizisten gleichsetzt, betreibt üble und gefährliche Stimmungsmache. Der Artikel von Sebastian Horsch hat klar aufgezeigt, wie in Deutschland jedes Fehlverhalten von Polizeibeamten schnell, neu tral und unabhängig strafrechtlich als auch disziplinarrechtlich bei umfassenden Beschwerdemöglichkeiten vollständig aufgearbeitet wird.

Hans Sandner

Ampfing

Kommentare