Deutsche Politiker sind mit dem Füllhorn unterwegs

Zur Berichterstattung über den EU-Haushalt (Politikteil)

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„Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen! Für die Ergebnisse habe es sich gelohnt, eine Nacht nicht zu schlafen.“ So formulierte die Kanzlerin das Fazit beim Verhandlungsmarathon in Brüssel, bei dem Ungarn und Polen den Weg freigaben für das 1,8 Billionen Euro teure EU-Budget samt Corona-Fonds.

Gott sei Dank, die EU ist mal wieder gerettet – natürlich von Merkel – und wir Deutsche dürfen endlich, endlich die Milliarden, die wir gar nicht haben, nach Brüssel liefern! Die Erpresser Orban und Morawiecki können sich als Sieger fühlen, denn sie erhalten weiterhin nicht nur die versprochenen Subventionen, sondern werden zur „Belohnung“ auch noch aus dem Corona-Fonds mit Milliarden bedacht. Was sonst noch hinter den Kulissen als „Zuckerl“ versprochen wurde, werden wir Bürger kaum erfahren.

Deutsche Politiker waren ja immer schon mit dem Füllhorn unterwegs, was aber die Regierung Merkel an die ganze Welt verschleudert, ist inzwischen jenseits aller Vorstellung. Und das in der Corona-Zeit, in der unser Land selber drastisch erhöhten Finanzbedarf hat! Hemmungslos – um nicht zu sagen schamlos – werden unglaubliche Schulden gemacht, um das wacklige Gebilde EU am Leben zu erhalten. Dieses wird einstürzen, sobald Deutschland nicht mehr zahlen kann. Ich fürchte, das kommt schneller als wir ahnen. Wie schrieb Martin Prem kürzlich in der Kommentarspalte dieser Zeitung zu den weiteren Staatsanleihekäufen der EZB: „Wir verfrühstücken gerade das Saatgut für die Ernte unserer Kinder.“ Präziser kann man das eigentlich nicht ausdrücken.

Anni Geuge

Waldkraiburg

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