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Der Wolf hilft dem Wald, gesund zu bleiben

Zum Artikel „Die Waldretter vom Chiemgau“ und die Berichterstattung über die Wiederkehr des Wolfes (Bayernteil):

In dem bemerkenswert ausführlichen Artikel über die Probleme des Waldumbaus speziell im Chiemgau fehlt unverständlicherweise ein wichtiger Aspekt, ohne den das Thema nicht nur unvollständig, sondern auch irreführend behandelt wird. Es fehlt der Hinweis, dass der Wolf der beste Helfer des Försters ist beziehungsweise sein könnte. Die ETH Zürich schreibt in ihrem Blog, wie der Wolf der Tanne hilft: „Das Wild richtet weiterhin (bei der Tanne) erheblichen Schaden an, deshalb braucht die Tanne zusätzlich die Hilfe des Wolfs.“

Was die „Gefährlichkeit“ des Wolfs betrifft, so ist anzumerken, dass seit dem Wiederauftreten des Wolfs in Deutschland vor etwa 15 Jahren kein einziger für den Menschen bedrohlicher Zwischenfall bei einer Wolfsbegegnung zu vermelden war. Was man von Begegnungen mit Weidevieh, nebenbei bemerkt, nicht sagen kann.

Und was das Nutzvieh anbelangt, so kann man es mit wenig Aufwand schützen. Außerdem haben die Untersuchungen von 2000 Wolfskotproben (Nabu.de) ergeben, dass sich der Wolf zu 96 Prozent von Reh- und Rotwild ernährt sowie vom Wildschwein (das ja von den Bauern auch als Schädling angesehen wird). Auf die wohl zu schlecht geschützten Nutztiere entfallen ganze 0,8 Prozent des Nahrungsspektrums. Das Argument, Steillagen, wie auf Almen häufig, ließen sich nicht wolfsicher einzäunen, zieht nicht. Es gibt hervorragende Ergebnisse mit Herdenschutzhunden in zahlreichen Ländern Europas, die eine erheblich höhere Wolfsdichte haben als Deutschland.

Roland Hinke

Bernau

Vor Kurzem wurde ein österreichischer Almbauer vom österreichischen Fernsehen zum Wolf befragt. Seine Antwort: „Unsere Vorfahren haben gschaut, dass ma wolffrei geworden sind.“ Die Bauern damals waren naturverbunden und hatten ein gutes Gespür zu diesem Thema.

Anton Golling

Heldenstein

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