Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Debatte um die Kanzlerkandidaten

Wer wird Kanzlerin oder Kanzler? Die Kandidaten Armin Laschet (CDU), Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen) und Olaf Scholz (SPD, von links) beim ersten TV-Triell im Fernseh-Studio in Berlin-Adlershof.
+
Wer wird Kanzlerin oder Kanzler? Die Kandidaten Armin Laschet (CDU), Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen) und Olaf Scholz (SPD, von links) beim ersten TV-Triell im Fernseh-Studio in Berlin-Adlershof.

Zur Berichterstattung über die Bundestagswahl (Politikteil):

Die Enttäuschten setzen zum verbalen Endspurt an. Der eine, der sich um die Kanzlerkandidatur geprellt fühlt, nimmt sich den unionseigenen Konkurrenten und den Boss des bayerischen Koalitionspartners vor. Seine Kritik an dem seiner Meinung nach „Schlafwandlertypen“ aus den eigenen Reihen und dem widerspenstigen Vize auf der Regierungsbank wird von den konkurrierenden Parteien mit Vergnügen wahrgenommen. Da erhebt sich schon die Frage, ob es sich bei diesem widersinnigen Verhalten bloß um ein Charakterproblem handelt oder ob nicht doch auch ein intellektuelles Defizit zu vermuten ist.

Anders bei der Grünen-Lady. Ihr Handeln ist getrieben von der Überzeugung, dass sie und ihre Grünen-Landsleute berufen sind, die Welt zu retten. Ein Klimaschutzministerium muss her, das mit einem Vetorecht alles verhindern soll, was nicht der Verwirklichung der hochgesteckten Klimaziele dient. Angesichts der weltweit geplanten 1000 Kohlekraftwerke und der 98 im Bau befindlichen Kernkraftwerke ein aussichtsloses Unterfangen. Für einen Endspurt im Wahlkampf eignen sich derartige Luftnummern vermeintlich dennoch. Ein Plagiatsvorwurf droht insoweit jedenfalls nicht, da bisher weltweit kein anderes Land ein derartiges Bürokratiemonster ins Leben gerufen hat.

Wie diese Weichenstellung mit der Forderung nach „klimagerechtem Wohlstand“ in Einklang gebracht werden soll, ist schwer zu verstehen. Die Ankündigung, den CO2-Preis bei Wärme und Verkehr auf 60 Euro bis 2023 vorzuziehen und im Gegenzug die entstehenden Mehrkosten im „sozialen Ausgleich“ komplett umzuverteilen, lässt die Katze schon eher aus dem Sack. Es geht, jedenfalls im Wahlkampf, nicht nur um Klimapolitik, sondern auch darum, die sogenannten „breiten Schultern“ zu schmälern. Man will ja schließlich mit Rot/ Dunkelrot koalieren.

Alois Kröninger

Feldkirchen-Westerham

81 Milliarden Staatsdefizit im ersten Halbjahr, ein aufgeblähter Bundestag, in dem seit eineinhalb Jahren 700 Statisten sitzen. Mir graut es jetzt schon, wenn nach der Wahl wieder Schwarz, Rot, Grün und/ oder Söder regieren. Dann wird die Spaltung unserer Bevölkerung auf das Äußerste getrieben. Dann wird unser einstmals florierendes Land endgültig an die Wand gefahren. Meine Kinder und Enkel tun mir jetzt schon leid. Geht bloß wählen, Leute!

Martin Gasteiger

Brannenburg

Die Umfragewerte sind für die Union dramatisch. Das war lange so zu erwarten. Diesen Tiefstand hat überwiegend Herr Söder zu verantworten. Die Sticheleien gegen Herrn Laschet sind bereits krankhaft ausgeartet. Herr Söder weiß nicht, was er will. Seine Politik ist einmal grün, einmal rot, einmal gelb, einfach richtungslos.

Wo sind die bürgerlichen Werte geblieben? Söder ist ein schlechter Demokrat, mehr ein Diktator, wie früher Herr Stoiber es auch war. Dieser wurde von den eigenen Leuten abgesetzt. Die bäuerliche Landwirtschaft wurde an die Wand gefahren. Man braucht nur den Fernseher einschalten, dann weiß man, wie links die Gesellschaft eingeimpft wird. Frau Kaniber wird in Zukunft den Wolf noch besser behandeln. Die letzten bayerischen Bauern entsorgt das Tierwohl und auch teils der Bund Naturschutz.

Lorenz Freiberger senior

Griesstätt

Herr Huber schreibt in seinem Leserbrief am vergangenen Samstag zu den Grünen und zu Frau Baerbock von einer „ideologischen links-grünen Doktrin und der marxistischen Denktradition der Grünen sowie von einer „ökosozialistischen Diktatur“, die jedem Einzelnen vorschreiben würde, wie er zu leben und zu arbeiten habe. Das ist Nonsens, um im konservativen Lager Ängste zu streuen. Ich selbst bin, nach erfolgreicher beruflicher Karriere und nach reiflicher Überlegung, vor zwei Jahren bei den Grünen eingetreten und bin engagiert. Ich habe dort bisher ausschließlich verantwortungsvolle Menschen und eine offene Kultur kennengelernt, in der sachlich über den besten Weg gestritten wird. Als wertkonservativer Mensch ordne ich mich dem bürgerlichen Lager der Grünen zu.

Niemand hat in den vergangenen 20 Jahren mehr Verbote und mehr kleinteilige Regelungen auf den Weg gebracht als die EU und unsere Regierungsparteien. Die Folgen: Alters- und Kinderarmut, ein fragmentiertes Renten- und Gesundheitssystem, ein Steuersystem, das keiner mehr durchblickt, eine selbstgefällige Bürokratie, Verkehrswende a la Scheuer, eine heruntergewirtschaftete Bundeswehr, zwei Geldentwertungen dank Euro-Einführung und Herrn Draghi, ein überdimensionierter Bundestag, eine ungekannte Arm-Reich- Polarisierung und vieles mehr.

Jetzt ist es Zeit den „Reset“-Knopf zu drücken, neue Leute mit neuen Ideen nach vorne zu bringen, Veränderung zu wagen und nicht mit falschen Behauptungen das bisherige Versagen zu kaschieren und zu verlängern. Angesichts aktueller Entwicklungen sind sicherlich einige neue Leitplanken einzuziehen. Mit Diktatur hat das nichts zu tun, sondern mit der Notwendigkeit des Handels. Sollte ich marxistische Tendenzen entdecken, dann trete ich bei den Grünen aus und entschuldige mich bei Herrn Huber. Wagen wir die Veränderung.

Ulrich Kottmann

Nußdorf

Die Journalisten versuchen immer wieder, den kleinsten Fehler bei Armin Laschet an die große Glocke zu hängen. Auch Annalena Baerbock hat man so geschasst, was bei beiden mehr oder weniger gerechtfertigt ist.

Olaf Scholz hingegen wird mit Samthandschuhen angefasst, obwohl er noch mehr Dreck am Stecken hat: G20-Gipfel und Cum-Ex-Geschäfte in Hamburg, dazu der Wirecard-Skandal. Dagegen ist Scheuer eine kleine Leuchte.

Esken, Walter-Borjans und Kühnert halten sich zurück, bis nach der Wahl! Zu vielen Fragen gibt Scholz ausweichende Antworten und lächelt sie süffisant weg. Laschet ist für mich ein Egomane, man wollte ihn nicht, so hat die Führungsriege ihn auf den Schild gehoben. Wer seine Ambitionen gegen den Willen der Basis stellt, muss aufpassen, dass er nicht vom Sockel fällt.

Die vielen Fehler, die sich diese Regierung – wozu nun auch die SPD gehört – geleistet hat, kann man nicht mehr an zwei Händen aufzählen. Es ist schwer, bei der Bundestagswahl die richtige Entscheidung zu treffen, denn es gibt nicht eine Partei, die man mit ruhigem Gewissen wählen kann.

Ich würde mir einen Bundeskanzler wie Sebastian Kurz in Deutschland wünschen.

Klaus Leber

Stephanskirchen

Kommentare