Debatte um Flüchtlingskinder

Flüchtlingskinder spielen in dem Flüchtlingscamp„Better days for Moria“ in der Hafenstadt Mytilini auf der griechischen Insel Lesbos. dpa
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Flüchtlingskinder spielen in dem Flüchtlingscamp„Better days for Moria“ in der Hafenstadt Mytilini auf der griechischen Insel Lesbos. dpa

Zum Artikel „Habeck will Kinder aus griechischen Flüchtlingslagern holen“ (Weltspiegel):

Die Forderung des Grünen-Vorsitzenden an die Bundesregierung, 4000 minderjährige Migranten nach Deutschland zu holen, hat interessante finanzielle Aspekte. Nach Auskunft des Bundesverwaltungsamtes kostet die Versorgung unbegleiteter minderjähriger Migranten in Deutschland pro Kopf und Tag 175 Euro durchschnittlich. Das macht für die besagten 4000 Minderjährigen 255 Millionen Euro pro Jahr aus, aufzubringen von den Bundesbürgern. Wie wäre es, wenn Herr Habeck dazu einen Spendenaufruf startet? Nächstenliebe zeigt sich nämlich in der persönlichen Bereitschaft zu geben, und nicht in dem Bestreben, Geschenke auf Kosten Dritter machen zu wollen.

Johannes Schroeter

Großkarolinenfeld

Was gibt es angesichts dieses Elends zu diskutieren? Brauchen wir immer erst eine Greta, die aufrüttelt? Ich bin sicher, mindestens 80 Prozent der Deutschen wollen diese Kinder aus dieser Misere holen. Wo bleibt die Demokratie? Die Meinung der Bürger zählt, sonst nichts. Wenn es um Humanität geht, muss man nicht warten, was andere Länder tun. Da laufen diese Heuchler an Heiligabend in die Kirchen, um die Geburt der menschgewordenen Barmherzigkeit zu feiern – diese satte Zufriedenheit mit sich selbst, das hat nichts mit dem Sinn von Jesu Geburt zu tun. Die Heilige Familie würde heute genauso abgewiesen wie vor 2000 Jahren: Sie schwanger, er alt und beide Ausländer. Credo: Die liegen uns nur auf der Tasche. So ticken die von uns gewählten Staatsdiener und fragen nie was wir – ihre Arbeitgeber – wollen. Ein Grund zur sofortigen Kündigung – im realen Leben.

Gerda Hierl

Rosenheim

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