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Debatte um Brenner-Nordzulauf hält an

Mehr Güter auf der Schiene, weniger Lastwagen auf der Brennerroute:Die Bahn will im Inntal eine neue Trasse bauen.  dpa
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Mehr Güter auf der Schiene, weniger Lastwagen auf der Brennerroute:Die Bahn will im Inntal eine neue Trasse bauen. dpa

Zur Berichterstattung über den Brenner-Nordzulauf (Titelseite, Bayern- und Regionalteil):

Nach der Vorstellung der fünf Neubauvarianten und der Ablehnung der Alternative Bestandstrasse geht es nun um die Auswahl der Vorzugstrasse. Dabei werden die Auswirkungen der Varianten dargestellt und die Raumwiderstände aufgezeigt. Das sind Sachkriterien, die im Planungsraum gegen eine Trasse sprechen. Die Variante der Grobtrassen mit den geringsten Raumwiderständen wird die Vorzugstrasse. Alle fünf Varianten haben erheblic he Raumwiderstände. Das ist auch den Bahnplanern bewusst, da muss man noch gar nicht nach den Kosten fragen. In diesem Zusammenhang sollte man das parallel zum Dialogprozess notwendige Raumordnungsverfahren aufmerksam beobachten. Da nehmen die Träger öffentlicher Belange entsprechend ihrer fachlichen Zuständigkeit zu den Trassenvorschlägen Stellung. Wenn sie Einwände haben, können diese zum Ausschluss von Trassen führen, sofern das Planungsteam keine verträglichen Alternativen finden kann.

Zusätzlich kann im Dialogprozess beanstandet werden, wenn der Kriterienkatalog nicht ausreichend beachtet wird. Die Foren sollten daher alle Bewertungen des Planungsteams hinterfragen, auch solche, die im Trassen-Reduktionsverfahren bereits getroffen wurden. Allerdings lässt sich im derzeitigen Stadium noch nicht erkennen, ob und wo solche unüberbrückbaren Hindernisse vorliegen; die Bahnplaner haben ja bereits eine grobe Vorprüfung durchgeführt. Die Bürgerinitiativen stellen die Notwendigkeit einer Neubautrasse grundsätzlich infrage. Aus meiner Sicht bestehen bessere Erfolgschancen für alternative Lösungen, wenn das Raumordnungsverfahren und der Dialogprozess ergeben, dass alle vorgeschlagenen Neubautrassen schwerwiegende Eingriffe in allgemeine Schutzgüter verursachen.

Manfred Kreibig

Pocking

Es ist verständlich, wenn Pfaffenhofen sich gegen das Abschneiden und Durchkreuzen des nördlichen Ausganges der Stadt Rosenheim ausspricht. Eine Passage der Nordumgehung für Straßen- und Schienenverkehr würde sowohl für die Entwicklung im Norden der Stadt als auch für Schechen/Pfaffenhofen eine zu starke Einschränkung für zukünftige Planungen hervorrufen. Emotional betrachtet sind natürlich die Tunnelvarianten die Favoriten. Das klingt für den schutzsuchenden Bürger am besten. Rosenheim wird mittelfristig an den MVV angeschlossen. Das wird die Gleisbelegung und die Abnutzung am Bahnhof erhöhen.

Die Bedeutung als Pendlerbahnhof wird steigen, auch bedingt durch die Mietpreise in München. Deshalb sollte man doch die Variante, die zwischen Kolbermoor und Aibling hindurch geht, nochmal genauer betrachten. Hier ist nur ein kurzes Stück von Wohnbebauung betroffen. Eine Einhausung dort wäre sicher technisch unproblematisch. Auch könnte man sich überlegen, ob es nicht erstrebenswert wäre dort einen zentralen ICE-Bahnhof durch Überbauung in der Form des Schallschutzes zu errichten, um einerseits den Rosenheimer Bahnhof zu entlasten, andererseits die aufstrebende Gemeinde Kolbermoor mit Bad Aibling besser ans Fernnetz anzubinden. Die Fortsetzung der Strecke durch unbewohntes Moorgebiet ist zwar technisch eine Herausforderung, aber der Bau der Salzburger Autobahn entlang des Chiemsees hat doch bewiesen, dass dies auch langfristig gut beherrschbar und sicher auch billiger als ein Tunnel ist. Eine Intensivierung der Bestandsstrecke wird die Instandhaltungen erhöhen und die Ausfälle vervielfachen. Davon haben wir augenblicklich schon genug.

Max M. Wiedemann

Rosenheim

Was ist eigentlich mit der weiteren Strecke von Grafing nach München? Wird die auch vierspurig ausgebaut? Die Antwort der Bahn: „Da gibt es im Internet schon Sachen, die man sich anschauen kann. Das kommt dann später“. Wahrscheinlich haben die Anlieger dort noch gar keine Ahnung von ihren „Glück“. Ist die Strecke erst einmal bis Grafing ausgebaut, ist der Rest ja „alternativlos“. Ebenso wie der Ausbau für den in der EU-Broschüre genannten Rhein-Donau-Korridor über München nach Wien, der ja zur Zeit totgeschwiegen wird. Kommentar der Deutschen Bahn: „Wir planen im Moment ,nur‘ Nord-Süd“.

Peter Lakner

Rohrdorf-Thansau

Dieser Leserbrief soll die Gefühle der von Bahntrassen bedrohten Menschen in sarkastischen Reimen und in einem Limerick widerspiegeln. „Es hat der Bundesverkehrsminister einen Bahntrassenplan im Tornister, würde danach gebaut, wär’ die Gegend versaut, und das Leben der Anwohner trister. Fährt die Bahn dir durch den Garten, brauchst du auf den Zug nicht warten. Fährt durch den Garten dir die Bahn, kommst früher du im Himmel an. Wenn Züge durch den Garten rattern, dann tröste dich, es ist nicht schlimm. Schlimmer sind die schwarzen Blattern, oder im Fernsehen ,KlimBim‘“.

Hans-Peter Kreuzer

Stephanskirchen

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