„Das zahlen noch die Ur-Ur-Ur-Enkel“

Renteninformation der deutschen Rentenversicherung: Steigt das Eintrittsalter aufgrund der Pandemie?
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Renteninformation der deutschen Rentenversicherung: Steigt das Eintrittsalter aufgrund der Pandemie?

Zum Bericht „Experten fordern höheres Rentenalter um Finanzen zu stützen“ (Seite 1):

Ein „Experte“ des IWH (Institut für Wirtschaftsforschung), Professor Oliver Holtenmöller, sagt: „Die eleganteste Lösung wäre eine langsame, schrittweise Erhöhung des Renteneintrittalters“.

Ja ist dieser Mensch denn noch bei Trost? Es dürfte wohl kein Problem sein, den Herrn Professor mit 87 Jahren im Rollstuhl in den Hörsaal zu fahren um seine Vorlesungen zu halten. Aber machen Sie das mal mit einem Maurer, Dachdecker, Schlosser oder Lkw-Fahrer. Der gute Mann muss sich um seine Pension keine Gedanken machen.

Auf die Idee, dass sich alle Bürger an den Corona-Kosten beteiligen sollten, kommt er wohl nicht. Da ist im Studium wohl etwas falsch gelaufen. Ich bin wahrlich kein Linker und schon gar kein Rechter, aber in Sachen Rente stehe ich für eine solidarische Beteiligung aller Bürger. Das sollte auch für die Beseitigung der Corona-Kosten gelten.

Warum will der Herr Professor die Kosten für Corona auf die pflichtversichert Beschäftigten abwälzen? Ist es den Reichen und Begüterten, den Professoren, Freiberuflern, Beamten oder Politikern nicht zuzumuten sich an ein Rentensystem zu beteiligen?

Warum kommt Herr Holtenmöller nicht auf die Idee und macht auch einen Vorschlag, wie auch er und seinesgleichen sich an der Bewältigung der Krise beteiligen können?

Wenn man allerdings beim IWH, IW (Institut der deutschen Wirtschaft) oder anderen Arbeitgeberverbänden arbeitet, da denkt der brave Mann nur an sich selbst zuerst!

Holger Mairoll

Kolbermoor

Laut Oliver Holtenmöller, ifo-Institut Halle, ist die eleganteste Lösung zur Sanierung der deutschen Staatsfinanzen eine langsame, schrittweise Erhöhung des Renteneintrittsalters. Meiner Meinung nach ist die eleganteste Lösung die mindestens hälftige Kürzung der Diäten und Saläre der deutschen Beamten, deren Diäten und Saläre von uns arbeitstätigen Mitbürgern finanziert werden und erst mit 67 Jahren in Rente gehen können. In die Rentenkasse zahlen nicht ein: Beamte, Richter und Soldaten, Pfarrer und andere Kirchenbeamte sowie Personen, die in einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis stehen.

Ich nehme an, dass Herr Holtenmöller der letztgenannten Gruppierung zugehörig ist. Schlussfolgerung: Ab 1. Mai 2021 werden die vorig genannten Personen uns Arbeitstätigen gleichgestellt mit allen Abzügen, die auch wir von unsrem Bruttoentgelt abtreten; ebenso mit dem Alter für den Renteneintritt. Führen diesen Auftrag zur Berechnung Unternehmen des deutschen Mittelstandes aus, wird der Stichtag 1. Mai 2021 auch eingehalten werden können.

Herr Holtenmöller salbadert weiter, dass (...) bis Jahresende der Aufholprozess der Wirtschaftslage abgeschlossen sein könne. Welches Jahr? Oliver Holtenmöller beurteilt die deutsche Wirtschaftslage? Da bleibt doch einem normal begabtem Menschen die Luft weg ob dieser Äußerungen. Am Aufholprozess allgemein und insbesondere in Deutschland werden sich – nicht nur meiner Meinung nach – noch unsere Ur-Ur-Ur-Enkel abrackern müssen. Aber man soll die Hoffnung auf Besserung ja nicht aufgeben.

Tina Kaffl

Bad Feilnbach

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