Das hat Europa nicht verdient

Zur Entlassung von Gesundheitsministerin Melanie Huml (Politikteil):

Die Entlassung von Gesundheitsministerin Huml war überfällig. Es war aber nur eine „Entlassung light“, denn sie wird jetzt Ministerin für Europa-Angelegenheiten. Bislang ist allerdings von europapolitischen Kenntnissen oder Aktivitäten von Frau Huml nichts bekannt geworden. Das macht aber nichts, denn immerhin kann sie auf diesem Posten bis zur Pensionsberechtigung ausharren, was dem bayerischen Steuerzahler einschließlich der einem Minister zustehenden Entourage mehrere Hunderttausend Euro kosten wird. Europa-Minister waren früher prägende politische Persönlichkeiten, beispielsweise Erwin Huber, Eberhard Sinner oder Markus Söder. Diese Zeiten sind leider vorbei und das an die Staatskanzlei angegliederte Europa-Ministerium diente später als Austragshäusl für gescheiterte Minister wie zuletzt für die ehemalige Justizministerin Beate Merk, der immerhin das Verdienst zukommt, einen Europa-Minister überflüssig erscheinen zu lassen, weswegen der Posten auch abgeschafft wurde. Ab jetzt freuen wir uns wieder auf eine Europa-Ministerin und man kann gespannt sein, wie in den Hauptstädten Europas und auf dem diplomatischen Parkett dieser Neubesetzung entgegengefiebert wird. Bayern wird mit Ausnahme seiner noch starken Wirtschaft immer weniger international wahrgenommen. Diese bedauerliche Entwicklung wird sich mit Frau Huml vorausssichtlich beschleunigen. Macht aber auch nichts, denn wenigstens ist die geheiligte Frauenquote erfüllt, wie Herr Deutschländer in seiner kürzlichen Glosse sarkastisch, aber zutreffend bemerkt hat.

Dr. Helmut Palder

Brannenburg

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