Das Gift des Salamanders

Zum Thema „Der Salamanderpilz“ (überregionaler Teil):

Der Feuersalamander, ist durch den Pilz „Bsal“, wie in dem Artikel beschrieben, stark gefährdet. Wie sein Verwandter, der Alpensalamander, kann er aus seinen Ohrdrüsen ein milchiges, giftiges Sekret absondern. Die ziemlich komplizierte chemische Struktur des Samandarin genannten Giftes wurde 1961 von Professor Clemens Schöpf an der TH Darmstadt aufgeklärt. Während man heute mit den modernen Methoden bei der Strukturaufklärung eines neu gefundenen Naturstoffs meistens mit Mengen von deutlich unter einem Gramm auskommt, waren damals Gramm-Mengen erforderlich.

Dazu wurden viele Feuersalamander eingesammelt. Nach dem „Melken“ ihrer Drüsen setzte man die Tiere im Odenwald frei. Dort haben sie sich gut vermehrt, und so konnte Jahre später ein Zoologe eine Doktorarbeit verfassen mit dem Titel: „Über das gehäufte Auftreten des Feuersalamanders im vorderen Odenwald.“

Dr. Richard Kirchlechner

Rott

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