Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Corona: Was ist noch verhältnismäßig?

Geschlossener Laden: Die Corona-Pandemie stürzt unter anderem den Einzelhandel in eine tiefe Krise. Sorgen machen sich unsere Leser aber nicht nur um die wirtschaftlichen Folgen der Maßnahmen.
+
Geschlossener Laden: Die Corona-Pandemie stürzt unter anderem den Einzelhandel in eine tiefe Krise. Sorgen machen sich unsere Leser aber nicht nur um die wirtschaftlichen Folgen der Maßnahmen.

Zur Berichterstattung über die Corona-Pandemie (Politik-, Bayern-, Regional- und Lokalteil sowie Leserbriefe):

Wenn der Staat von jemand ein Sonderopfer verlangt, dann muss er eine angemessene Entschädigung zahlen. Wird ein Grundstück enteignet, weil zum Beispiel eine Autobahn gebaut wird, ist das im Gesetz geregelt. Gibt es dabei keine Einigung, dann ist der Rechtsweg eröffnet und dann wird auch ein Gutachter herangezogen. Warum das bei einem Lockdown anders sein soll, kann ich mir nur dadurch erklären, dass ein solcher Fall vor 2020 nicht denkbar war. Es ist Aufgabe des Gesetzgebers, hier für mehr Gerechtigkeit zu sorgen. Es ist nicht einzusehen, dass ein Grundstück einen höheren Rechtsschutz genießt als das Recht an einem funktionierenden Geschäftsbetrieb. Es mag so sein, dass der Staat zahlungsunfähig wird, wenn er jeden Schaden angemessen entschädigt. Aber auch für den Gesetzgeber muss gelten: „Bei allem, was du tust, bedenke das Ende.“

Ich habe den Eindruck, dass der Staat das Coronavirus wie eine fixe Idee verfolgt und die Nebenfolgen erst ganz weit hinten in den Blick kommen.

Alfons Schwarzenböck

Aschau am Inn

Lebe ich nun mit 81 Jahren in einem Rechtsstaat mit einer demokratischen parlamentarischen Volksvertretung oder in einer von so genannten Expertisen getragenen Exekutive? Mit Sicherheit habe ich keinen bedeutenden Beitrag geleistet, um das zu erhalten, was mir nach dem Desaster des Krieges als das politisch Wertvollste erschienen ist: nämlich mitzubauen an dem Ideal einer freien mündigen, demokratischen Gesellschaft. Stattdessen erlebe ich zunehmend mehr oder weniger, wie unter dem Deckmantel Corona die führenden Repräsentanten unserer Republik – Bundeskanzlerin und Ministerpräsidenten – mit großem Eifer (besonders Herr Söder) ohne jedwede rechtsstaatliche parlamentarische Zustimmung unsere Grundrechte beispielgebend aushebeln. Glaube niemand, dass diese je wieder in vollem Umfange Bestandteil unseres Alltages werden. Die genannten Repräsentanten werden weiterhin in dem Gefühl baden, dass sie die Macht haben.

Es ist an der Zeit, dass wir uns an den Art 20 Abs 4 GG erinnern: „Gegen jeden, der es unternimmt, die freiheitlich demokratische Grundordnung (Art 20 (1-3 GG) zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand“. Auch und gerade, wenn Deutschland zum Polizeistaat mutiert.

Im Übrigen lässt sich die sogenannte Pandemie, mit der Politik gemacht wird, schnellsten in Griff gelangen. Verjagt aus allen Medien die sogenannten Wissenschaftler, die mit Zahlenspielereien und selbst erfundenen Statistiken im Fernsehen ihre pseudo-wissenschaftlichen Erkenntnisse breit treten und von den Fernsehgebührenzahlern zwangsweise honoriert werden müssen. Stattdessen sollten die Helden in unserer Gesellschaft, die Wissenschaftler, die in ihren Instituten und Labors mit nicht abzuschätzenden Arbeitseinsatz einen Impfstoff entwickelt haben, benannt und geehrt werden. Dafür sind allemal die für die Sender preisgünstigen Sondersendungen primär würdig.

Oskar Hennefarth

Haag

Wer von uns Älteren erwartet und fordert, dass die Jugend und junge Familien aus Rücksichtnahme wegen uns ihre Freiheiten aufgeben müssen, dass das kulturelle Leben komplett an die Wand gefahren wird, dass tausende Künstler den Sinn, Zweck, ihren Lebensinhalt und Lebensunterhalt verlieren, dass Millionen ihren Job verlieren, dass unzählige Restaurants und Geschäfte in die Insolvenz geraten und wirtschaftlich verloren gehen, dass Millionen Menschen verzweifeln und zur sozialen Einsamkeit verdammt werden?

Ich jedenfalls nicht und ich gehöre zur Risikogruppe. Das, was seit Monaten passiert und gefordert wird, ist völlig unverhältnismäßig. Ich fordere, dass umgehend alles wieder geöffnet wird! Ich persönlich möchte nicht, dass auf mich Rücksicht genommen wird. Wer zu ängstlich ist und meint, ein Konzert- oder Opernbesuch sei zu gefährlich, der bleibt eben, bitteschön, zu Hause.

Diese ganze Corona-Hysterie ist mittlerweile pathologisch. Man kann sich das komplette Leben durch ständige Angst vor dem Tod versauen. Es ist ein Affentheater, was in Deutschland seit Monaten abläuft.

Man zerstört eine gewachsene Kulturlandschaft und vernichtet unzählige Existenzen, weil (verhältnismäßig wenig) Menschen an einer Krankheit versterben beziehungsweise versterben könnten. Wer Angst hat, soll sich selbst auf seine Art und Weise schützen, aber bitteschön die anderen in Ruhe ihr Leben leben lassen. Und dazu gehört für viele Menschen Musik, Kultur, Konzerte, Opern, Restaurant und so weiter.

Das Motto „Wir müssen Leben retten“ ist Unsinn! Ein Leben kann nicht gerettet werden, es kann höchstens verlängert werden. Und ob das bei vielen alten, kranken Menschen so erstrebenswert ist, wage ich schwer zu bezweifeln.

Elke Burkert

Obing

Corona hat inzwischen in vielen Bereichen großen wirtschaftlichen Schaden verursacht! Besonders hart betroffene Gewerke wurden seither auch immer wieder in der Presse genannt. Bisher nicht erwähnt wurden jedoch all jene Selbstständigen, welche in ihrem Wirken Nacht und auch Tags unermüdlich dafür sorgen dass Tür, Fenster- und Kellerschächte mechanisch aufwendig gesichert, Überwachungskameras installiert und umfangreich ausgestattete Alarmanlagen eingebaut werden!

Diese können ihrer Tätigkeit inzwischen nur unter erschwerten Bedingungen nachgehen, da beinahe alle in Frage kommenden Klienten verstärkt zu Hause sind! Man hätte bereits viel früher auf dieses für Handel und Handwerk unerlässliche Gewerk aufmerksam machen müssen! Es ist jedoch dem Kalender geschuldet, dass bis zum vierten Monat im Jahr gewartet werden musste!

Franz Zeiler

Obertaufkirchen

Was anderes, als die Schule zu schließen, fällt unseren Politikern wohl nicht ein. Unsere Kinder müssen die Versäumnisse der Regierung ausbaden. Was unseren Kindern durch die Schließungen sowohl bildungstechnisch als auch durch die fehlenden Sozialkontakte angetan wird, interessiert anscheinend nicht. Es wird nur starr auf die Inzidenzzahlen geschaut.

Dass sich am Wochenende in den Warenhäusern dicht an dicht gedrängelt wird, ist ja nicht so schlimm. Hauptsache die Schulen, Fitnessstudios oder Gaststätten mit ausgereiften Hygienekonzepten bleiben geschlossen.

Aufgabe der Regierung im Sommer letzten Jahres wäre es gewesen, ein klares Konzept für Schulen zu erarbeiten, für ausreichend Impfstoff (für diejenigen die sich freiwillig impfen lassen wollen) zu sorgen und sich auch um Schnelltests in ausreichender Menge zu kümmern. All das wurde versäumt und das Volk muss es nun ausbaden.

Die Unfähigkeit der derzeit handelnden, hoch bezahlten Personen ist wirklich kaum zu glauben und an Dilettantismus nicht zu überbieten.

Christian Wundke

Mühldorf

Kommentare