Corona-Todesfälle in der Region: Keine unnötigen Ängste schüren

Zum Bericht „Neue Todesfälle schrecken auf“ (Regionalteil):

Mit dicker Überschrift wird berichtet, dass neue Corona-Tote die Bevölkerung aufschrecken. Nur wenige Zeilen darunter steht kleingedruckt: „Der Gesundheitszustand von beiden betagten Patienten sei jeweils so schlecht gewesen, dass Corona vermutlich nicht die Todesursache war“. Liebe Frau Gantner, liebes Redaktionsteam: Sie berichten als Journalisten nicht nur über Geschehnisse, die stattgefunden haben, sondern Sie haben mit Ihren Berichten selber eine Wirkung auf die Leser. Hier haben wir zwei betagte Patienten, die nicht an Corona verstorben sind. Aber Sie suggerieren dies und schaffen in dieser für alle belastenden gesellschaftlichen Situation vermehrte Unruhe, Angst und Sorge.

Das ist kein verantwortungsvoller Umgang mit der journalistischen Berichterstattung. Wir Menschen sind auf Ihre Informationen angewiesen und ich bitte Sie, Ihrer Verantwortung gerecht zu werden, sachlich zu berichten und nicht unnötige Ängste zu schüren.

Schon jetzt heißt es oft, wir haben nicht nur eine Corona-Pandemie, sondern eine Pandemie der Angst. Dies sage ich, damit wir nicht als nächstes in der Zeitung lesen müssen: „Neue Berichterstattung schreckt auf“.

Dr. Alois Fürmaier

Rimsting

Schlagzeile: Neue Corona- Tote im Landkreis Rosenheim. Aha. Seit wann? Die ersten seit Juli! Wie viele denn? Zwei seit dem vergangenen Wochenende. Dann heißt es schließlich in dem Artikel: Beide waren über 80 und bereits schwer erkrankt. Und positiv auf Corona getestet mit einem Verfahren, das nicht 100-prozentig sicher ist. Sind die beiden denn tatsächlich am Coronavirus gestorben? Kann nicht bestätigt werden. Vermutlich wäre jede andere Infektion auch tödlich für die beiden gewesen. So sieht es aktuell aus. Und dafür riskieren wir unter anderem die Gesundheit unserer Kinder, die den ganzen Tag mit Maske – also weit erhöhtem Kohlenmonoxid und Sauerstoffmangel – im Unterricht sitzen. Wer ist eigentlich hier der Covidiot? Mir würden da schon ein paar Namen einfallen.

Georg Huber

Stephanskirchen

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