Corona-Regeln: Kritik und Zustimmung

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie – wie hier die Maskenpflicht an einer Schule – sorgen für reichlich Gesprächsstoff unter unseren Lesern.
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Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie – wie hier die Maskenpflicht an einer Schule – sorgen für reichlich Gesprächsstoff unter unseren Lesern.

Zur Berichterstattung über die Corona-Pandemie (Politik/Bayern/Leserbriefe):

So naiv können doch unsere Politiker nicht sein, oder doch? Da wird diskutiert, ob man angesichts steigender Infektionszahlen für private Feiern nur noch 25 Personen gestatten soll. Dabei haben Gedränge oder zu wenig Abstand nicht nur mit der Zahl der Gäste, sondern auch mit den Dimensionen der Räumlichkeit zu tun. In einem kleinen Raum können sich selbst 25 Menschen zu nahe kommen.

Von der Umsetzung neuer Erkenntnisse zur Raumlüftung hört man in diesem Zusammenhang nichts. Und wenn man die örtlichen Gesundheitsämter vor Überlast schützen will, muss außerdem darauf geachtet werden, dass im jeweiligen Zuständigkeitsbereich nicht zu viele Veranstaltungen zeitgleich stattfinden.

Norbert Vogel

Schechen

In der Corona-Krise stehen wir deutlich besser da als viele andere Länder. Warum wohl? Weil wir verantwortungsvolle Politiker haben, die auf die Wissenschaft hören und je nach Faktenlage ihre Entscheidungen treffen. Und dann haben wir eine Bevölkerung, die zum allergrößten Teil vernünftig ist und die Entscheidungen und Maßnahmen mitträgt, auch wenn diese uns einschränken und wehtun können. Natürlich kann jeder Kritik an den Maßnahmen äußern – wenn aber Frau Lisa Heiß aus Haag in ihrem Leserbrief unserem bayerischen Ministerpräsidenten vorsätzlichen Betrug vorwirft, so ist das in meinen Augen nicht mehr akzeptabel – vermutlich sogar justiziabel. Des Weiteren hofft sie, dass Spahn, Söder und Frau Merkel alsbald zur Rechenschaft gezogen werden.

Und dann gibt es immer wieder junge Leute, denen alles egal ist. So hat die Münchner Polizei eben eine nächtliche Party mit 130 Personen beendet, bei der die Vorgaben des Infektionsschutzes komplett ignoriert wurden. Man kann nur hoffen, dass hier eine spürbare Bestrafung erfolgt.

Dr. Richard Kirchlechner

Rott

„Die Hysterie der Eltern halte ich für unbegründet“, schreibt Frau Linner in ihrem Leserbrief. Wie viele Kinder müssen aufgrund der Maskenpflicht noch sterben? Bitte wacht endlich auf und schützt unsere Kinder, Enkel und uns selbst. Auf den Verpackungen der Masken steht: Schützen nicht vor Viren! Informieren ist angesagt!

Brigitte Amasreiter

Mühldorf

Dem Leserbriefschreiber Herrn Fill antworte ich gerne, dass er nicht meiner Meinung sein muss, aber Andersdenke und deren Meinungen in einer Demokratie nun mal üblich sind. Ich wünsche ihm weder einen frühen Tod noch schlechte Gesundheit. Es ist aber nun mal unser aller Schicksal, endlich zu sein. Wodurch wir dann diese Welt verlassen, ist Teil des Risikos, das sich durch das Leben selbst ergibt. Diese Wahrheit ist hart, und mag grausam klingen, ist aber so. Dazu möchte ich noch bemerken, dass ich selber an Covid-19 bereits im März erkrankt war und mehrere Personen in meinem Umfeld kenne, die ebenso wie ich eine Art heftigere Erkältung erlebten und im Verlauf auch weder Spätfolgen noch sonstige Komplikationen entstanden sind. Das ist nun mal der Regelfall – und nicht die wenigen Einzelfälle, denen es leider durch ein geschwächtes Immunsystem oder Vorerkrankungen sehr schlecht erging. Und es tut mir für jedes Schicksal auch leid, jedoch arbeitet eben jedes biologische System individuell. Ich bedaure selbstverständlich auch Krebspatienten oder an Autoimmunerkrankungen Leidende und sonstige Erkrankte.

Die vielen unbekannt „möglicherweise“ Infizierten oder positiven Testergebnisse ohne Symptome oder echtes Kranksein sprechen doch für sich. Es gibt keinen Anlass mehr, die Gesamtbevölkerung noch weiter in Dauerausnahmezustand und Panik zu versetzen. Und ich informiere mich nicht ausschließlich über Propaganda TV oder die Sensationspresse, sondern auch über seriöse unabhängige Berichterstattungen.

Martina Schmid

Neubeuern

Ich kann es nicht beurteilen, ich bin kein Fachmann, kein Mediziner. Falls die Maske hilft, wäre es gut. Falls nicht, kann ich auch nichts machen. Aber ich trage sie mit der Hoffnung, dass sie einen positiven Effekt hat. Ich fühle mich dadurch nicht eingeschränkt. Ich möchte auf jeden Fall alles tun, um meine Mitmenschen nicht zu gefährden. Zu den Leserbriefen im OVB möchte ich sagen, dass ich es sehr positiv finde, dass diese extrem kontroversen Zuschriften veröffentlicht wurden. Das ist Demokratie pur.

Georg Kulot

Waldkraiburg

Ein ausgezeichneter Artikel von Herrn Anastasiadis (25. September) – vor allen Dingen zum Thema Panikmache. Herr Drosten ist nun mal beim RKI angestellt und das Institut gehört zum Staat. Und so würde es wahrscheinlich nicht gerne gesehen, wenn er Entwarnung geben würde. Es wird in sämtlichen Medien von Infizierten und Toten gesprochen und – ganz klein irgendwo – von den Genesenen. Lange nicht jeder Infizierte erkrankt. Und von den Infizierten muss noch nicht jeder ins Krankenhaus.

Corona ist nicht zu leugnen, aber das ganze politische Theater, das jetzt vor der Wahl darum gemacht wird, ist abschreckend. Die sinnlose Registrierung im Restaurant genauso wie die nicht erfolgreiche Corona- Warn-App. Jetzt wird schon geschrieben, dass diese nur wirklich wirksam wäre, wenn die Daten an die Gesundheitsämter übermittelt würden. Dann haben wir endlich den von den Politikern gewünschten totalen Überwachungsstaat. Das Lockdown-Theater hätte es für unzählige kleine Betriebe nicht gebraucht, diese hat man nur an die Grenzen der Existenz gebracht. Besonders hervorzuheben sind die Leserbriefe von Frau Rieder und Frau Heiß vom 26. September zum Thema Corona.

Michaela zu Pappenheim

Kolbermoor

Einseitige Berichterstattung bildet einseitige Meinungen. Wissenschaftler der Uni Passau sprechen in ihrer Studie „Verengung der Welt“ von einem massenmedialen „Tunnelblick“ der öffentlich-rechtlichen Sender im Hinblick auf die Corona- Berichterstattung. Medien stehen in der Verantwortung, realistische Weltbilder darzustellen und nicht mit Inszenierungsstrategien Angst zu erzeugen, Politiker ebenso.

Wir können und müssen Aussagen bei widersprüchlichen Interpretationen prüfen. Die Sterberate ist weltweit nicht bedrohlich. Vermehrt hören wir aber von hohen Todesfällen zum Beispiel in Indien oder Spanien. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl zeigt sich jedoch ein anderes Bild, als die absoluten Zahlen vermuten lassen. Das RKI gibt zudem Auskunft über die intensivmedizinische Belegungssituation in Bezug auf Covid-19. Auch hier zeigt sich keineswegs eine bedrohliche Situation. Eine Studie der Universität Tübingen hat gezeigt, dass eine durch verschiedene Coronaviren ausgelöste einfache Erkältung eine gewisse Immunität gegen SARS-CoV-2 bewirken kann. 81 Prozent der Probanden wiesen eine solche Kreuzimmunität auf, was auch erklärt, warum so viele positiv Getestete keine Symptome haben.

Es gibt Einzelschicksale und diese sind für die Betroffenen schmerzlich. Aber es gibt unfassbar mehr Einzelschicksale im gesundheitlichen, psychischen, wirtschaftlichen und sozialen Bereich weltweit, die aufgrund der Maßnahmen entstehen. Weltweit haben sich deshalb mittlerweile führende Wissenschaftler, Ärzte und Juristen zusammengeschlossen, um hier einen Gegenpol zu setzen. Die Gefahr für zukünftige Generationen, welche von jetzigen Entscheidungen ausgeht, ist groß – die vielen Demonstrationen und Kundgebungen sind deshalb richtig und wichtig!

Maria Grießl

Bad Endorf

Zum Corona-Hotspot Berlin: Es soll nicht hämisch klingen, aber würden die Berliner weniger feiern und mehr arbeiten, so wären sie nicht so sehr von Corona betroffen. Mit dem guten Nebeneffekt, dass sie wirtschaftlich weniger vom Länderausgleich abhängig wären. Üblicherweise profitieren Länder von der Wirtschaftskraft ihrer Hauptstädte und nicht umgekehrt.

Herbert Ganss

Breitbrunn

Wie bringe ich 80 Prozent meiner Schäfchen in eine Richtung? Ganz einfach: Wie bei Schafen setzt man einen Wolf ein, der Panik und Angst schürt. Dann wird die Meckerei unterbunden, Maske auf! Gaststätten und Vereinslokale schließen. Dazu Kontaktbeschränkungen. Und falls sich dann doch einige Schäfchen trauen, sich zu versammeln oder friedlich zu feiern, kann man bissige Hunde rausschicken, die das unterbinden. Ansonsten bellt links die Weltherbergs-Mama aus Berlin und rechts der Corona-Märchenonkel aus Franken. Vorne weg der Warmdusch-Spahn. Allen anderen ist das zu langweilig: Die Linken und Grünen haben sich auf Migrationsterror spezialisiert oder wollen eine schöne bunte Welt. Kein Atom, keine Kohle, keine Industrie, also keine Arbeit, kein Geld, kein Auto.

Jetzt wurde auch noch ein Bußgeld bei Falschangaben in Gaststätten verhängt. Es ist verwunderlich, dass alle sich an Datenschutz halten müssen, aber unser Regime sammelt und überwacht diese Daten, sonst könnte sie kein Bußgeld verlangen. Aber unsere global denkenden Schafe sind so voller Panik wegen diesem Wolf. Nur: Wo ist der Wolf? Bei einer Pandemie müssten weltweit bis dato mindestens 1,6 Milliarden Menschen tot sein, es sind aber nur eine Million weltweit. Bitte mal rechnen: eine Million geteilt durch acht Milliarden. So groß ist die Wahrscheinlichkeit, an Corona zu sterben! Also Fazit: Maske und all den anderen Blödsinn weg! Dafür Sauerstoff wieder ins Gehirn!

Richard Helwig

Bruckmühl

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