Corona-Politik weiter in der Kritik

Die Welt setzt ihre Hoffnungen auf die neu entwickelten Corona-Impfstoffe.
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Die Welt setzt ihre Hoffnungen auf die neu entwickelten Corona-Impfstoffe.

Zur Berichterstattung über die Corona-Pandemie (Politik- und Bayernteil):

Mein herzlicher Dank an alle, die uns durch ihr ignorantes Verhalten diesen Shutdown eingebrockt haben! Schulen sind geschlossen, die Wirtschaft liegt darnieder. Krankenhäuser stoßen an ihre Grenzen, Ärzte müssen Triage-Entscheidungen treffen. Unfassbar, dass angesichts täglich steigender Todeszahlen immer noch behauptet wird, es gäbe diese Pandemie nicht! Masken und ständige Hygienemaßnahmen sind dann logischerweise natürlich überflüssig und die demokratisch gewählten Regierungen, die ihre Pflicht tun, um die Ausbreitung der Viren einzuschränken bzw. zu verhindern, arbeiten an der Abschaffung der Demokratie…Natürlich sind viele das Hin und Her der Politik wegen Corona leid. Mancher fällt deshalb auf Scharlatane herein, die mit Verschwörungstheorien unsere Gesellschaft zerstören wollen und im Schatten der Pandemie ihr rechtes Süpplein kochen. Wie verblendet kann man aber sein angesichts der zahllosen Opfer der Seuche in Alten- und Pflegeheimen und den Todeszahlen auch unter jüngeren Menschen? Distanz zum Nachbarn zu halten ist seit dem Frühjahr die einzige Maßnahme, die eine Ausbreitung von Covid-19 wirklich verhindert. Viele Menschen aller Altersgruppen haben das verstanden. Sie nehmen zum Schutz ihrer Gesundheit und ihrer Familien auch Vereinsamung mit allen Folgen in Kauf. Wir sollten ihnen jeden Tag für ihre Rücksichtnahme danken. Das Demonstrationsrecht ist eine der tragenden Säulen der Demokratie. Aber ist es bei der derzeitigen Infektionslage nötig, jedes Wochenende zu Demonstrationen gegen die Maßnahmen aufzurufen? Da kann sich das Virus dann ungehindert weiterverbreiten mit den bekannten Folgen. Ich wünsche den Demonstranten, dass sie auch ohne eigene bittere Erfahrungen zur Vernunft kommen.

Angelika Graf

Rosenheim

Großbritannien, Kanada und USA impfen längst – mit dem bei uns entwickelten Impfstoff! Bei über 500 Corona-Toten pro Tag hätte sich Herr Spahn auch ohne öffentlichen Druck um einen früheren Termin kümmern müssen. Das erinnert fatal an das Frühjahr: Schon die Analyse des Robert-Koch-Instituts von 2013 zu einer Corona-Epidemie hatte vor einem Mangel an Masken gewarnt. 2019 wiesen US-Forscher daraufhin, dass eine Virus-Epidemie sich eliminieren lässt, wenn 80 Prozent der Menschen eine professionelle Maske tragen. Entsprechend wurde 2019 im Bundestag eine Bevorratung eingefordert. Und wann trat Herr Spahn in Aktion? Ende März 2020 kaufte er Masken in einer chaotischen Hektik-Aktion zu gigantischen Preisen ein – bei zum Teil seltsamen Anbietern! Hätte er in 2019 gekauft, hätten rechtzeitig Infektionen verhindert und mindestens sechs Milliarden Euro allein bei den Masken gespart werden können. Da die Masken dann nicht zügig lieferbar waren, tischte uns Frau Merkel noch die Geschichte vom Pferd auf: Masken seien gefährlich. Hoffentlich kommt Herr Spahn jetzt wirklich in Gang: Neben der Impfung ist eine Strategie für die Zeit nach diesem Lockdown nötig. Hoffentlich schaut man da auch auf Südkorea. Auch wenn das weh tut: Weil man sich von der Selbstbeweihräucherung trennen muss und weil einem die Resultate jahrelangen Aussitzens auf die Füße fallen. In Südkorea wurde die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung nicht 20 Jahre lang ausgesessen. Dort analysiert man das Infektions-Geschehen nicht mit Papier und Fax. Und dort beherrscht man auch den Digital-Unterricht.

Jürgen Böhm

Kolbermoor

Laut Pressemeldung sollen Mitarbeiter der Bundestagsabgeordneten einen „Corona-Bonus“ erhalten, auszuzahlen mit dem Dezembergehalt. Begründung: Der Bonus diene der „Abmilderung der zusätzlichen Belastungen durch die Corona-Krise“! In der Summe sind das alleine für diese Mitarbeiter rund Zwei Millionen EURO!

Auch andere Teile des öffentlichen Dienstes sowie der Bundeswehr sollen diesen Bonus erhalten; obwohl viele von Ihnen bequem im Homeoffice arbeiten können. Der Bonus wurde von Ihnen nicht gefordert, weshalb angeblich manche davon eher befremdet als erfreut waren. Krankenschwestern und -Pfleger, Personal in der Altenpflege usw. haben diese Möglichkeit nicht. Sie stehen Tag für Tag an der Front und sind – nicht nur durch Personalmangel – oft überfordert und selbst gefährdet. Diese Regelung des Parlaments ist ein Schlag ins Gesicht aller Menschen in Pflegeberufen. Den Bundestagsabgeordneten wäre zu empfehlen, sich für eine bessere Bezahlung in diesen Berufen einzusetzen als den Bundestag wie einen „Selbstbedienungsladen“ zu betrachten.

Peter Weis

Kolbermoor

In Bayern, das stets zur Spitzengruppe der vom Virus befallenen Bundesländer gezählt werden muss, warten Massentests noch auf Entdeckung und Akzeptanz. Auch die Beispiele aus Nachbar-Regionen Österreichs oder aus Südtirol beeindrucken bislang nicht. Solche Schwerpunkt-Tests ließen erwarten, dass nicht nur Erkrankten früher geholfen werden kann, sondern auch, dass ansteckende Virenträger beinahe vollständig entdeckt und isoliert werden können. Weitere Ansteckung wäre so zu verhindern und das öffentliche Leben könnte freigegeben werden. Zu diesem Plan gehört aber zwingend eine wirksame Isolation der Infizierten. Um das leisten zu können, wäre es wichtig, nach dem Grund einer Quarantäne zu unterscheiden. Da sind zum einen die hoch relevanten Positivfälle, zum anderen aber auch Fälle in denen Menschen sich beim Gesundheitsamt melden, weil beispielsweise ein Kontakt über die Handy-App angezeigt wurde. Dazu addieren sich die staatlichen ausgesprochenen Quarantänen, wenn etwa jemand von einer Reise heimkehrt. Alles zusammen erzeugt eine Arbeitslawine für die Gesundheitsämter, die nicht zu bewältigen ist. Dazu fehlt es offenkundig dort auch noch an modernem Equipment, wodurch vermeidbare Zeitverluste eintreten. Fernöstliche Länder machen uns vor, wie man Quarantäne überwacht. Das mag uns fremd und zu radikal sein, hilft aber. Nur strengen Blicks mit Quarantäne zu drohen, dafür aber allein auf Stichprobenkontrollen angewiesen zu sein, reicht nicht. Massen- oder Reihentests scheitern bei uns sowohl an der Einsicht der Politik und als auch an fehlenden Voraussetzungen. Stattdessen legt man noch einmal weitere Teile des täglichen Lebens lahm und verschwendet Finanzen.

Norbert Vogel

Schechen

Meine Frau und ich sind beide Angehörige der sogenannten Risikogruppe. Wir sind der Meinung, dass erst alle Pflegekräfte und Ärzte die Impfung bekommen sollten. Wir würden auch gerne noch ein paar Jahre leben, aber wer versorgt die Alten und Kranken wenn das Pflegepersonal fehlt?

Dieter und Magdalena

Weihrauch

Waldkraiburg

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