Corona-Maßnahmen: Kritik und Zustimmung

Rund 300 Personen beteiligten sich Ende Oktober an der „Querdenken“-Demonstration im Mangfallpark. Unsere Leser sehen derartige Aktionen kritisch, zeigen aber auch Verständnis für die Argumente gegen die Corona-Maßnahmen allgemein und insbesondere gegen die Maskenpflicht.SChroeder
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Rund 300 Personen beteiligten sich Ende Oktober an der „Querdenken“-Demonstration im Mangfallpark. Unsere Leser sehen derartige Aktionen kritisch, zeigen aber auch Verständnis für die Argumente gegen die Corona-Maßnahmen allgemein und insbesondere gegen die Maskenpflicht.SChroeder

Zur Berichterstattung über die Corona-Pandemie. und die Querdenker-Demonstrationen (Politik/Bayern/Regional- und Lokalteil):

Man sollte von jedem „Querdenker-Demo-Teilnehmer“ verlangen, eine Patientenverfügung zu erstellen, in der er im Falle einer Covid 19-Erkrankung ausdrücklich auf ein Intensivbett mit allen nötigen lebensrettenden Maßnahmen freiwillig verzichtet! So wären wieder einige Intensivbetten frei.

Dr. Gerhard Hillebrand

Rohrdorf

Richter sind zwar auch nur Menschen, aber wenn sie wirklichkeitsferne Entscheidungen treffen wie beispielsweise die Robenträger vom sächsischen Oberverwaltungsgericht in Bautzen hinsichtlich der kaum nachvollziehbaren Leipziger De-monstrationserlaubnis für die „Querdenker“, dann müssen sich die Verwaltungsrichter auch gegenüber der Öffentlichkeit rechtfertigen. Die „Querdenker“ sind ein kurioses Konglomerat aus friedlich gesinnten „Freiheitskämpfern“, Coronaleugnern, Anhängern von Ver-schwörungstheorien sowie zahlreichen linken und rechten „Radaubrüdern“.

Fakt ist: Die Verantwortlichen vor Ort in Leipzig haben der Gesundheit der Bevölkerung höhere Priorität eingeräumt als der mit Auflagen versehenen Demonstrations- und Versammlungsfreiheit der „Querdenker“ in Leipzigs Stadtmitte. Was war daran nach Meinung der Bautzener Verwaltungsrichter falsch?

Und am Ende waren es wieder einmal die Polizisten, denen als „Prügelknaben der Nation“ die Aufgabe oblag, die Suppe beziehungsweise die Folgen auszulöffeln, die ihnen die Verwaltungsrichter im fernen Bautzen wider jeder Vernunft mit ihrer „Fehlent-scheidung“ eingebrockt hatten.

Es war richtig und vernünftig, dass die Ordnungskräfte die „Demonstration“, an der viele Senioren, Frauen, Kinder, besorgte Bürger und leider auch Chaoten teilnahmen, nicht gewaltsam auflösten und dafür jetzt von „Besserwissern“ und zahlreichen „Mandatsträgern“ scharf kritisiert werden.

Jürgen Engelhardt

Stephanskirchen

Bevor man jetzt auch in Grundschulen auf Maskenpflicht setzt und teure Luftreiniger einsetzt, sollte man flexibler bezüglich des Unterrichtsbeginns sein. Wenn fast überall um 8 Uhr der Unterricht beginnt, so sind Busse und Bahnen zwischen 7 und 8 Uhr meist überfüllt, sodass die Ansteckungsgefahren äußerst hoch sein müssen. Warum nicht auch den Unterricht auf den Nachmittag ausdehnen, wenn die Klassenräume vormittags überlastet sind? Vermutlich werden Lehrerverbände lieber andere Maßnahmen unterstützen als von gewohnten Unterrichtszeiten abzuweichen.

Zu begrüßen ist, dass jetzt auch über-konfessioneller Unterricht möglich ist, um so nicht mehr Schüler aus mehreren Klassen zusammenfassen zu müssen. Wenn so auch ein auf eine Religion fixierter Unterricht aufgebrochen wird, so kann dies dazu beitragen, dass unnötige Trennwände zwischen Religionen und Konfessionen abgebaut werden, wo wir doch auch im Alltag in einer Welt leben. Corona sei hier auch mal Dank.

Simon Kirschner

Bad Endorf

Jetzt müssen Grundschulkinder sogar die Maske tragen, wenn sie im Freien mit der Lehrkraft unterwegs sind. Bekommen sie dann noch genügend lebenswichtigen Sauerstoff? Denn Sauerstoff wird auch benötigt, um dem Körper Energie zu liefern. Mit seiner Hilfe werden organische Nährstoffe, Eiweiß, Fette und Kohlehydrate sowie eine Gruppe von lebenswichtigen Substanzen wie Mineralsalze, Vitamine und Fermente in den Zellen frei gesetzt. Gleichzeitig fördert er den Umlauf des Blutes. Und diesen äußerst lebenswichtigen Prozess will man den Kindern vorenthalten?

Irmengard Gartmeier

Bad Aibling

Die zweite Corona-Welle war zu erwarten gewesen, denn die Politiker haben sie in den letzten Monaten geradezu beschwörend herbeigeredet. Sie ist zwar durch nichts gerechtfertigt, denn steigende Zahlen von Positiv-Getesteten sagen nichts darüber aus, ob eine Krankheit auch tatsächlich ausbricht. Tatsächlich ist dies bei über 90 Prozent nicht der Fall, bei den übrigen Positiv-Getesteten ähneln die Symptome denen einer Grippe. Und „nur“ bei einem verschwindend kleinen Rest ist der Krankheitsverlauf schwer.

Allein im Winter 2017/18 gab es in Deutschland mit 25 100 Grippetoten die höchste Zahl an Todesfällen der letzten 30 Jahre. Und weder von Angela Merkel, die ja da auch schon 13 Jahre Kanzlerin war, noch von Markus Söder (wenn auch letzterer noch kein Ministerpräsident war) war irgendeine Äußerung der Besorgnis darüber zu vernehmen. Die Zahlen der bis jetzt gemeldeten Covid-19-Toten ist in Deutschland im Vergleich zu 40 000 Toten durch ambulante Lungenentzündung oder noch höherer Zahlen bei Krankenhauskeimen, die weltweit an der Spitze bei tödlich verlaufenden Infektionen stehen, gering. Ist das der Grund dafür, dass man immer öfter von ärztlichen Attesten hört, in denen der Arzt Corona als Sterbeursache aufführt, auch wenn der Verstorbene jahrelang an Krebs oder einer anderen Krankheit litt? Ja, so kann man die Zahl der angeblich an Covid-19 verstorbenen Menschen in die Höhe treiben.

Wenn der Staat keinerlei Kritik an seinen völlig überzogenen Maßnahmen zulässt, wenn unbequeme Mahner wie der Leiter des Gesundheitsamtes Aichach-Friedberg Friedrich Pürner geschasst werden, wenn regierungsseitig immer die gleichen Virologen und Ärzte befragt werden, dann ist es höchste Zeit, besorgte Fragen nach dem Grund dieser so offensichtlichen Besorgnis seitens der Politik zu stellen.

Karin Stöttner-Lüdtke

Bad Aibling

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