Corona-Maßnahmen: Behörden in einer bürgerfernen Umlaufbahn?

Zur Berichterstattung über die Corona-Pandemie (Politik-, Bayern-, Regional- und Lokalteil sowie Leserbriefe):

Offensichtlich haben einige wenige Mitbürger noch nicht begriffen, dass wir uns in einem Not-/Ausnahmezustand befinden. Mündige Bürger kennen ihre Rechte und fragen: Was muss der Staat für mich tun? Demokratische Bürger kennen zusätzlich ihre Pflichten und fragen: Was kann ich für den Staat tun? Recht und Pflichten sind nun einmal untrennbar gekoppelt, auch wenn unsere Fun-Gesellschaft das nicht wahrhaben will. Nur wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen, können wir die Krise bewältigen. Jedoch nicht mit unlogischen, existenzbedrohenden und einseitigen Zwangsmaßnahmen.

Ich habe den Eindruck, dass einige Behörden sich in einer bürgerfremden Umlaufbahn befinden. Es könnte für sie eine harte Landung werden. Allen Ignoranten wünsche ich einen heilsamen Start in den dritten Lockdown.

Wolfgang Reimann

Neubeuern

Die aktuellen Entscheidungen unserer Regierung machen fassungslos. Die Versäumnisse der Politik aus dem vergangenen Jahr sind ja hinreichend bekannt. Aber dass unsere Politiker aus den damaligen Fehlern immer noch nichts gelernt haben, ist unbegreiflich. Seit vier Monaten befinden wir uns im Lockdown und jetzt wird ein Arbeitskreis gegründet, der Teststrategien entwickeln soll. Jetzt!

Seit Ende Januar sind die Liefermengen der Impfstoffe für alle online einsehbar. Und erst jetzt bemerken die zuständigen Behörden, dass die Impfzentren die Impfmengen nicht bewältigen werden können und beginnen hektisch nach einer Lösung zu suchen. Gleichzeitig wird eine Öffnungsmatrix entwickelt, die fern ab von jeder Realität und Durchführbarkeit ist.

In Rosenheim sind die Kitas, Schulen und Geschäfte geschlossen, in Kolbermoor und Stephanskirchen auf. Gleichzeitig dürfen aber in Kolbermoor und Stephanskirchen fünfköpfige Familien mit Kindern über 14 Jahre keinen Besuch mehr empfangen, in Rosenheim jetzt schon wieder. Der Bevölkerung werden kostenlose Schnelltests zur Verfügung gestellt, was sehr lobenswert ist. Es führt aber – durch das sture Beharren auf den 7-Tage-Inzidenzen als alles entscheidenden Faktor – gleichzeitig dazu, dass die Freiwilligkeit und Kooperation der Bevölkerung unter Umständen mit einer erneuten Schließung des Landkreises bestraft wird.

Bei kleinen Landkreisen reichen hier bereits ganz wenige Fälle. Wer bitte denkt sich das alles aus? Hier fehlt Struktur, Plan und vorausschauendes Handeln. Eigentlich Grundprinzipien einer vernünftigen Regierungsarbeit.

Christine Böhm

Neubeuern

Frau Merkel wird voraussichtlich heuer im Herbst von der politischen Bühne abtreten und einen wirtschaftlichen Scherbenhaufen hinterlassen. Schon 2015 hätte sie mit der Äußerung „Wir schaffen das“ abtreten sollen. Die Dummheit vieler Politiker auf der einen und die Gutmütigkeit des Volkes auf der anderen Seite, führen nicht zum Erfolg. Lasst die Bürger nach eigenem Ermessen Schutzmasken tragen und sich impfen lassen. Die Folgen des Impfens sind noch nicht absehbar. In der Pharmazie ist es üblich, dass neue Produkte jahrelang getestet werden, bevor sie zur Zulassung kommen. Die aktuellen Impfstoffe wurden teilweise nur sehr kurzfristig getestet.

Auch die Vorschriften des Staates in Sachen Corona mit Strafen für Geschäfts- und Privatleute sind ein Eingriff in die unantastbaren Persönlichkeitsrechte, was juristisch verfolgt gehört. Die jährlichen Sterbezahlen mit 800 000 bis eine Million sind nach wie vor normal, aber diese werden steigen, nicht durch Corona, sondern durch die Suizide von Leuten, die privat und geschäftlich keinen Ausweg mehr sehen.

Jürgen Englert

Rimsting

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