Corona: Lob, Kritik und Ideen

FFP2-Masken für alle Lehrer? Das ist nur ein Vorschlag, den unsere Leser im Zusammenhang mit den Corona-Maßnahmen machen.
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FFP2-Masken für alle Lehrer? Das ist nur ein Vorschlag, den unsere Leser im Zusammenhang mit den Corona-Maßnahmen machen.

Zur Berichterstattung über die Corona-Pandemie:. Unsere Politiker betonen in dieser Pandemie gerne, dass Bildung das wichtigste Gut ist.

Daher müssen Schulen um jeden Preis offen gehalten werden. Was aber wird zum Schutz von Schülern und Lehrern seitens der Politik gemacht?

Lüftungsgeräte anschaffen? Zu teuer. Und wenn, dann nur für Räume, die nicht gelüftet werden können. Also müssen auch in der kalten Jahreszeit mindestens jede Stunde alle Fenster aufgerissen werden. Diese Anweisung kann nur von jemandem kommen, der in seinem schön klimatisierten Büro sitzt und nicht friert. Es ist ein Armutszeugnis, wenn Eltern derartige Geräte zum Schutz ihrer Kinder selbst anschaffen müssen, wie in einigen Schulen geschehen.

FFP2-Masken für alle Lehrer? Darüber wird noch diskutiert, war erst kürzlich zu lesen. Wie lange noch?

Gestaffelter Unterrichtsbeginn für die Schüler? Auch dieser Vorschlag wird nicht ernsthaft behandelt. Es ist höhnisch, wenn in den Empfehlungen des Kultusministeriums steht, dass in Bussen, Bahnen und auf Bahnsteigen ein Abstand von 1,50 Metern zu wahren ist. Ich weiß nicht, wann die Urheber dieses Schreibens zuletzt im Bus beziehungsweise in der Bahn gefahren sind.

Vorschläge, Gruppen zu teilen und teils digital, teils in Präsenz zu unterrichten, wurden von Schulleitern bereits zu Beginn des neuen Schuljahres gemacht. Nur niemand wollte das hören. Das Mantra war: Vollbeschulung. Wenn Bildung wirklich so ein hohes Gut ist, wird es Zeit, dass die Politiker sich auch ernsthaft mit dem Thema beschäftigen. Zeit genug hätten sie gehabt.

Michael Schuldes

Feldkirchen-Westerham

Bevor man an die Schließung weiterführender Schulen wegen stark steigender Infektionsraten denkt, sollte man sich im Präsenzunterricht nur auf Kernfächer wie zum Beispiel Deutsch, Englisch, Mathematik, Physik und Chemie beschränken.

In diesen Fächern benötigen die Schüler den direkten Kontakt zum Lehrer besonders dringend. Die anderen Fächer lassen sich dagegen relativ gut im Homeschooling bewältigen. Dadurch wäre die Zeitdauer des gemeinsamen Lernens in der Schule wesentlich kürzer und die Ansteckungsgefahr geringer.

Richard Eder

Stephanskirchen

In der Justiz steht fest, dass die Gerichte die nötige Rechtsgrundlage, nicht aber im Einzelfall die Sachkenntnis haben. Aus diesem Grund werden im Bedarfsfall Gutachten von gerichtlich bestellten Sachverständigen angefordert, um so einer gerechten Urteilsfindung möglichst nahe zu kommen. Im Fall Corona müssen die Politiker Gutachten von sachkundigen Leuten, nämlich Ärzten wie Lungenfacharzt und Amtsarzt Wolfgang Wodarg, Dr. Karina Reiss, Dr. Sucharit Bhakdi und vielen anderen Ärzten einholen, um auf sinnvoller Basis zu entscheiden. Aber die Politiker kochen ihr Süppchen selbst und treffen Entscheidungen, obwohl ihnen die medizinische Kenntnis fehlt.

Beschränkungen von Öffnungszeiten oder Besucherzahlen sind reiner Quatsch, da sich ein Virus nicht danach richtet. Entweder ist das Virus so gefährlich, dass überall und zu jeder Zeit Masken zu tragen sind und Menschenansammlungen grundsätzlich nicht sein dürfen oder aber das ganze Theater ist sinnlos. Das heißt: So wie es jetzt gehandhabt wird, kann dies weder medizinisch noch wirtschaftlich zum Erfolg führen.

Die Wirtschaftskraft leidet massiv, wenngleich man uns vorgaukelt, dass diese nur um einige Prozente schrumpft. Wäre Corona so gefährlich, wie unsere Politiker tun, müsste auch die jährliche Sterberate in der Bundesrepublik in die Höhe schnellen. Dies ist nicht der Fall. Mit der täglichen Nachricht des Robert-Koch-Instituts wird nur Unruhe geschürt.

Es bleibt zu hoffen, dass unsere Politiker schnellstens das Ruder herumreißen, um wirtschaftlich noch zu retten, was zu retten ist. Was sich das Volk in Jahrzehnten der Demokratie aufgebaut hat, scheint jetzt in Richtung Diktatur unterzugehen. Der Staat erlässt Gesetze, Verordnungen und spricht Strafen aus, was wirtschaftlich nicht mehr zu verantworten ist.

Jürgen Englert

Rimsting

Nicht ein Lockdown light wird eine wesentliche Verbesserung der Infektionszahlen bringen, sondern effektive Schutzmaßnahmen. In meinen Augen sind das: 1. Verpflichtend für alle Bürger nur FFP2- oder FFP3- Masken, die zertifiziert für Aerosole sind – inklusive einer Gebrauchsanweisung. 2. Handschuhpflicht im Einzelhandel bei offenen Lebensmittelständen (Vinylhandschuhe). 3. Abstandsregelung von 1,5 Metern. 4. Händewaschen oder Desinfektion nach jedem Einkauf oder Gang in die Öffentlichkeit. 5. Niesen in die Armbeuge ist kontraindiziert. Niesen also nur in Einmaltaschentücher. 6. Jede andere Art von Mund-Nasen-Bedeckungen (Schals, OP-Masken, selbst genähte MNS) sind nicht gestattet, da sie nur bedingt funktionstüchtig sind. 7. Die Masken sollten zertifiziert sein und in deutlich gekennzeichneten unterschiedlichen Größen bereitgestellt werden. Preiswucher ist staatlich zu unterbinden. 8. Der Staat sollte dafür sorgen, dass genügend zertifizierte FFP2- und FFP3- Masken zur Verfügung stehen.

Ein Übel packt man gewöhnlich an der Wurzel an und nicht erst, wenn die Nichtverfolgbarkeit durch die Gesundheitsämter eingetreten ist oder die Intensivplätze in den Krankenhäusern knapp werden. Hier ist ein deutliches Versäumnis der verantwortlichen Ministerien festzustellen.

Als zusätzliche Maßnahme sollte das Ministerium zertifizierte Schnelltests in ausreichender Zahl zur Verfügung stellen beziehungsweise für den Markt bereitstellen lassen. Fernsehspots sollten das Hygieneverhalten der Bevölkerung vermitteln. Das Tragen von FFP2- Masken ist anstrengend, aber effektiv. Und besser jedenfalls als das gesamte öffentliche Leben einzuschränken, Existenzen zu gefährden und die Wirtschaft zu ruinieren.

Wir sollten besonders an jene Bevölkerungsgruppen denken, deren Leben an gesellschaftlicher Begegnung hängt.

Dr. Rolf Jürgen Löffler

Stephanskirchen

Bürgerkriegsähnliche Zustände zum G20-Gipfel in Hamburg, rechte Aufmärsche in Dresden, ein Frankfurt in Feuer und Tränengas zur Eröffnung der EZB – nichts im Vergleich zum Entsetzen über eine Demo von sogenannten Querdenkern in Leipzig, wo die Demonstranten laut OVB am Ende „Polonaise getanzt haben“. Dazu werden Politiker aller Farben zitiert, die (zu Leipzig wohlgemerkt) ihr völliges Unverständnis über dieses abscheuliche Staatsversagen und den völligen Kontrollverlust ausdrücken und politische Konsequenzen fordern.

Ich kann mich dem nur anschließen und fordere den Rücktritt der Bundesregierung. Die 32 protokollierten Ordnungswidrigkeiten, die während der Demo in Leipzig von der Polizei aufgenommen wurden, müssen mit allen Mitteln, die unserem „Rechtsstaat“ zur Verfügung stehen, geahndet werden. Zum Trost hat es während der Demo und dem anschließenden Tanzen keine Verletzten gegeben, natürlich abgesehen von den Tausenden von Corona-Opfern, die im direkten Zusammenhang mit der Demo noch folgen werden.

Aber selbst hier passieren ungeheure Dinge. So war im OVB zu lesen, dass ein Mensch mitten auf dem Rosenheimer Max-Josefs-Platz gierig an seiner Zigarette gesaugt hat und dabei seine Mund-Nasen-Bedeckung nicht getragen hat. Neben dem Bußgeld sollte er auch für die Kosten der Dekontaminierung des Platzes aufkommen. Ich schlage eine Mund-Nasen-Augen-Ohren- Bedeckung für diejenigen vor, die die „Dosis“ nicht mehr ertragen können.

Andreas Brandt

Rosenheim

Ich habe bisher alle Corona-Schutzregelungen begrüßt und sie gegen Kritik im Bekanntenkreis verteidigt. Jetzt ist mein Vertrauen in die Sinnhaftigkeit der Maßnahmen schwer erschüttert. Lange war der Sport zu zweit erlaubt, wie zum Beispiel in den Tennishallen. Jetzt wurden diese geschlossen, und mir ist völlig unverständlich, warum das Spiel zu zweit mit mehreren Metern Abstand dazwischen auf einmal nicht mehr erlaubt wird.

Die Ansteckungsgefahr in jedem Supermarkt dürfte um ein Vielfaches höher sein. Mir kommt diese Entscheidung vor wie eine kindliche Trotzreaktion auf das Urteil zur Unverhältnismäßigkeit bei der Schließung von Fitnessstudios. Es scheint der Staatsregierung mehr ums Rechtbehalten zu gehen als um das Treffen sinnvoller, nachvollziehbarer Entscheidungen. Schade, aber so schafft man Opposition.

Carsten Magnus

Kolbermoor

Wie viele da draußen sind erfahrende Virologen? Und testen seit Monaten ein Corona-Ergebnis nach dem anderen? Ich stelle mir vor allem die Frage, wo dieses gefährliche Virus, das unser aller Leben so auf den Kopf stellt, herkommt?

Dabei haben viele vielleicht nicht mitbekommen, dass bei uns in Deutschland mittlerweile eine neue Mückenart aus Australien angekommen ist. Diese Mückenart überträgt ein gefährliches West-Nil-Virus, das Tiere, leider auch Pferde, aber auch Menschen angreift – und von Tier auf Mensch sowie von Mensch zu Mensch übertragbar ist. Gibt es denn niemanden, der die Erfahrung und die Mittel hat, das zu testen? Es ist in den meisten Fällen nicht heilbar. Und wenn man es schafft, braucht man lange, um wieder auf die Füße zu kommen. Ist das West-Nil-Virus vielleicht das Coronavirus?

Oder ist es das Virus der Wildschwein-Pest, die im Frühjahr in NRW festgestellt wurde? Oder ist es die dritte Möglichkeit, dass man im Labor mit anderen Viren einen Versuch gemacht hat und dabei etwas schiefgegangen ist. Aber das mag ich gar nicht weiterdenken. Mein Aufruf: Bitte findet jemanden, der das testet!

Lassen Sie uns beten, dass das Coronavirus bald ein Ende findet.

Patricia Seeor

Rosenheim

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