Corona-Impfung: Viele offene Fragen

Das lange Warten auf den Corona-Impfstoff: Unter unseren Lesern sorgt das Thema für unterschiedlichste Reaktionen.
+
Das lange Warten auf den Corona-Impfstoff: Unter unseren Lesern sorgt das Thema für unterschiedlichste Reaktionen.

Zur Berichterstattung über das Thema Impfung in der Corona-Pandemie (Politik-, Regional-, Lokalteil):

Die Impfquoten (in Prozent der jeweiligen Bevölkerung / Stand 25. Januar / Datenquelle: de.statista.com): Israel 44,2, Vereinigte Arabische Emirate 26,0, USA 6,6, Deutschland 2,1. Um 70 Prozent der Deutschen (also circa 60 Millionen) zu impfen, würden bei zweimaliger Impfung insgesamt 120 Millionen Impfdosen benötigt. Bisher wurden in Deutschland 1 921 689 Personen geimpft, der größte Anteil mit der ersten Impfung. In den restlichen 26 EU-Ländern sieht es kaum besser aus.

Nachdem nun Biontech weniger liefert, als zugesagt, und auch Astrazeneca circa 60 Prozent weniger liefern will (als zugesagt), entsteht ein massives Problem. Wenn in diesem Tempo weitergeimpft wird, wird sich die zweimalige Impfung der circa acht Millionen über 80-jährigen Menschen in Deutschland bis in den Sommer hinziehen.

Wie konnte das geschehen? Die Regierungen der 27 EU-Länder haben die Organisation der Impfmittelbestellung der EU, also Frau von der Leyen und deren Gesundheitskommissarin Frau Karyakidis, überlassen. Als die USA, Großbritannien, Israel und die VAE schon frühzeitig den vielversprechenden und in den drei Testzyklen weit fortgeschrittenen Impfstoff von Biontech orderten, hat die EU wohl in erster Linie auf den französischen Impfstoff von Sanofi gesetzt, der wohl am billigsten war, aber vor 2022 wohl nicht auf dem Markt kommt. Erst am 11. Januar hat die EU dann 300 Millionen Dosen des Biontech Impfstoffes nachgeordert. Aber auch die werden wohl nicht vor Ende des Jahres geliefert. Die Details der Bestellungen durch die EU sind nicht einsehbar, wohl aus gutem Grund! Die Folgen sind: Eine enorme Verzögerung der wirtschaftlichen Erholung, menschliche Tragödien durch viele weitere schwere Covid-19-Erkrankungen und -Tote in allen EU-Ländern! Wer übernimmt die Verantwortung für dieses Fiasko? Alle ducken sich weg: Frau Merkel, Herr Spahn, Frau von der Leyen.

Wilhelm Koch

Neubeuern

Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts, bezeichnet Meldungen über Todesfälle nach Impfungen als „Fake-News“: Die Leute seien an ihren Grunderkrankungen gestorben. Zuvor sind die Infizierten komischerweise immer an Covid- 19 gestorben – nicht an ihren Grunderkrankungen. Ich frage mich, für wie dumm er die Bevölkerung hält, der immer mehr die Widersprüche und Ungereimtheiten der Politik auffällt. Ständig wird beteuert, dass der Impfstoff sicher sei. Wie kann er sicher sein, wenn man die langfristigen Auswirkungen überhaupt nicht kennt? Zum Einsatz zur Nanotechnologie am Menschen liegen nur begrenzte Erfahrungen vor.

Karin Hollfoth

Obing

Nur mithilfe einer einseitigen Berichterstattung im Sinne der staatlichen Propaganda konnte eine kaum erprobte Impfung diesen Menschen solch unsagbares Leid zufügen. Dadurch machen sich die Journalisten zu Mittätern einer profitgierigen und menschenverachtenden politischen Strategie!

Im August habe ich einen Leserbrief zum Thema „Demo in Berlin, wo bleibt die Wahrheit?“ verfasst, um den Hetzkampagnen und Falschmeldungen der Leitmedien gegen die Demonstranten in Berlin entgegenzuwirken. Ich habe ihn an verschiedene Zeitungsverlage verschickt. Veröffentlicht wurde er nur in zwei Zeitungen – darunter auch im „Oberbayerischen Volksblatt.“

Um weiteres Leid und Zerstörung von Existenzen zu verhindern, sollten die Journalisten Verantwortung zeigen und endlich die Wahrheit berichten.

Irmengard Hallweger

Inzell

Der Papst ruft zum Impfen auf: Es sagt sehr viel über die Kirche im Allgemeinen und Papst Franziskus im Besonderen aus, wenn dieser sich – gegenüber seinen „Schäfchen“ – zum höchstrangigen Fürsprecher und Werbemanager der Corona-Impfung macht. Und damit seine segnende Hand über die globale Pharmalobby erhebt. Aber was sagt es aus? Einfach nur naiv? Das wäre der günstige Fall. Sollte ein integrer Papst die Fachfragen möglicher Nebenwirkungen eines völlig unerprobten Impfstoffes, der im Schnellverfahren zusammengemixt wurde, nicht ebenso integren unkäuflichen Fachleuten überlassen? Welcher Epidemiologe oder Immunologe würde sich zu öffentlichen Statements über die Jungfräulichkeit Marias oder über Detailfragen päpstlicher Enzykliken hinreißen lassen? Wenn er trotzdem, auf diesem ihm völlig sachfremden Gebiet, den gesunden Menschenverstand seiner treuen Anhänger in die Pferche globaler Pharmakartelle hineinlocken möchte, so stellt sich doch spätestens an dieser Stelle die Frage nach seinen Beweggründen. Kommen womöglich dereinst auch nur noch die Geimpften in den Himmel? Dafür womöglich schneller, als es ihnen lieb ist?

Kein anderes Mittel aber wäre für seine verwirrten Schäfchen in dieser unübersichtlichen Lage hilfreicher, als eine eigene, neutrale und scharfe Beobachtungsgabe, gepaart mit einer ebensolchen „seismologischen“ Wahrnehmungsfähigkeit, auch für unterirdische Bewegungen. Und für solche, die sich hinter den Kulissen der großen Weltbühne abspielen.

Manfred Ebeling

Raubling

Herr Anastasiadis ist in seinem Kommentar „Bitte kein Impf-Neid“ der Meinung, dass man geimpften Personen Privilegien gewähren sollte. Abgesehen davon, dass ich mir nicht vorstellen kann, wie das praktisch durchgeführt werden soll und ob das mit Artikel 3 unseres Grundgesetzes vereinbar ist, bin ich der Meinung, dass Privilegien erst erteilt werden können, wenn allen Willigen die Möglichkeit zur Impfung gegeben wurde. Das ist vor allem auch eine Frage der Solidarität und der Gerechtigkeit. Leider ist es bei vielen typisch deutschen Etablierten Mode geworden, Diskussionen über Gerechtigkeit als typisch deutsche Neid-Debatten abzutun. Ich glaube, hier sollte man das Problem doch etwas differenzierter betrachten. Ich bin 82 und habe meine erste Impfung bereits erhalten. Eine kleine Reise könnte ich mir auch leisten. Aus mir spricht also nicht der Impf-Neid. Im Übrigen wird die Gewährung von Privilegien obsolet, wenn alle Willigen geimpft wurden, denn die Ungeimpften können diesen dann ja nicht mehr schaden. Leider wird es dann einige geben, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können. Die können sich leider auch nur selbst schützen, indem sie zum Beispiel die AHA-Regeln einhalten oder den Kontakt zu Ungeimpften reduzieren. Die restlichen Ungeimpften sind dann unbelehrbare Impfgegner, die sich gegenseitig anstecken dürfen. Ungerecht ist dabei nur, dass die Allgemeinheit die Kosten für deren Behandlung tragen muss.

Paul Schmidt

Marquartstein

Kommentare