Corona-Impfung ein Großversuch?

Margaret Keenan (rechts) wird von der medizinischen Mitarbeiterin Lorraine Hill im Universitätskrankenhaus Coventry darauf vorbereitet, das Krankenhaus zu verlassen. Die 90-Jährige war die erste, die am Dienstag in Großbritannien eine Corona-Impfung erhielt. Das Thema Corona-Impfung beschäftigt natürlich auch unsere Leser.
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Margaret Keenan (rechts) wird von der medizinischen Mitarbeiterin Lorraine Hill im Universitätskrankenhaus Coventry darauf vorbereitet, das Krankenhaus zu verlassen. Die 90-Jährige war die erste, die am Dienstag in Großbritannien eine Corona-Impfung erhielt. Das Thema Corona-Impfung beschäftigt natürlich auch unsere Leser.

Zur Berichterstattung über die Corona-Impfung (Politik/Regionalteil/Lokalteil):

Dank des Engagements von Ministerpräsident Markus Söder sollen in Bayern in allen kreisfreien Städten und Landkreisen Impfzentren bis 15. Dezember voll funktionsfähig einsatzbereit sein. Es wäre nicht zu verantworten, wenn Impfstoffe genehmigt und zur Verfügung stehen aber die Impfzentren weder vorhanden noch funktionsfähig sind. Jeder Tag zählt und kostet wertvolle Menschenleben. Von den verheerenden sozialen und wirtschaftlichen Folgen ganz abgesehen.

In anderen Bundesländern wie Berlin oder Baden-Württemberg laufen die Einrichtungen bereits im Probebetrieb und testen die organisatorischen Maßnahmen und Abläufe. In Rosenheim Stadt und Landkreis Rosenheim ist bis heute kein Standort bestimmt. Auch die Trennung nach Landkreis und kreisfreie Stadt ist nicht angedacht. Vielmehr soll ein gemeinsames Impfzentrum für rund 300 000 Einwohner noch auf Rosenheimer Stadtgebiet entstehen. Von einer Impfkapazität von 300 Personen täglich wird gesprochen. Die Dauer der Impfperiode kann sich jeder selbst errechnen.

Die Stadt Rosenheim braucht dringend ein eigenes Impfzentrum. Der Landkreis Rosenheim kann sich nicht aus seiner Pflicht so einfach verabschieden. Hier ist dringend Söders Unterstützung und Abhilfe erbeten. Missstände und Hilflosigkeit gerade in der Bekämpfung der Corona-Pandemie können wir uns nicht leisten. Jede Maßnahme ist nur so gut, wie sie vor Ort verstanden und umgesetzt wird. Die Kontrolle der Staatsregierung ist hier dringend gefordert und unerlässlich.

Hans Schussmann

Rosenheim

In der ersten Fragestunde zur Corona-Politik und zur Impfstrategie glänzte Herr Söder mit Abwesenheit. Seine Vertretung war da, stand aber für Fragen nicht zur Verfügung. Jetzt müsste wohl dem naivesten Abgeordneten einleuchten, dass das Parlament durch ein selbst abgesegnetes Gesetz nicht nur nichts mehr zu entscheiden hat, sondern nicht einmal mehr ernst genommen wird. Gesundheitsministerin Huml findet es gar ungehörig, wenn über mögliche Impfschäden und deren Folgekosten nachgefragt wird, da dies die Bevölkerung nur verunsichere. Wenn es hier kein Risiko gäbe, hätten die Pharmakonzerne nicht die Verantwortung auf den Staat abgewälzt. (Was übrigens ein Riesenskandal ist, da jeder Unternehmer der Gewinne einstreicht, gefälligst auch das Risiko zu tragen hat.)

Laut BR werden die meisten „Impfversuche“ in Brasilien durchgeführt. Die betroffenen Studienteilnehmer machen dies gewiss nicht aus Nächstenliebe zur übrigen Welt, sondern aus Armutsgründen.

Wo ist hier die oft vielbeschworene Solidarität zum Mitmenschen? Wer erinnert sich noch an die behinderten Kinder in Brasilien, die angeblich Opfer des Zickavirus geworden sind. Ist nun der Zickavirus plötzlich verschwunden oder zum harmlosen Virus mutiert, weil man so gar nichts mehr hört? Oder wurde nur irgendeine Studie eines Pharmakonzerns abgebrochen, als die Folgen sichtbar wurden?

Die jetzt weltweit geplante Corona-Impfung ist, sofern sie freiwillig bleibt, wenigstens der erste Großversuch, bei dem die vermeintlichen Nutznießer der Impfung das Risiko der Langzeitfolgen selber tragen.

Hans Aicher

Halfing

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