Corona-Gefahren auf der Skipiste

Zum Bericht „Mit Markus Söder Schlitten fahren“ und zum Bericht „Skitourengeher tummeln sich am Sudelfeld“ (Regionalteil):

Wenn man das Foto von der Ansammlung der Skitourengeher am Sudelfeld sieht und dazu die Auskunft der Sprecherin des Landratsamts liest, dass diese Gruppenansammlung (mit Nullabstand!) zulässig sei, weil es unverhältnismäßig sei, den Individualsport in der freien Natur einzuschränken, so fragt man sich zurecht – nicht nur als Skischulleiter oder arbeitsloser Skilehrer – was soll das? Bei einem (derzeit verbotenen) Skikurs sind die Skifahrer unter Aufsicht in kleinen Gruppen viel weiter entfernt voneinander auch in der freien Natur. „Infektionsrechtlich“, so das Landratsamt, ist die Sperrung von Hängen für diese und andere dann auch „nicht zielführend“. Wieso, fragt man sich schlussendlich, ist es dann derzeit in Bayern verboten (in Niedersachsen und Schleswig Holstein nicht), dass zwei Golfspieler (meist ein Hausstand) alle zehn Minuten über einsame Golfplätze in freier Natur (Clubheime geschlossen) wandern?

Hans-Werner Högl

Rosenheim

Das Zitat von Herrn Rechenauer: „Wer bitte soll sich in einem Schlepplift anstecken“ hat mich regelrecht umgehauen. Ist Herr Rechenauer nur der „Betreiber“ von dem Lift oder fährt er auch Ski? Wenn er auch die Pisten benutzt, sollte er doch wissen, dass die Ansteckungsgefahr beim Anstehen vor dem Lift vorhanden ist. Hier gibt es immer eine große Drängelei. Da hilft auch keine Maskenpflicht, weil diese nicht 100 Prozent eingehalten wird und wohl kaum einer mit Maske fahren wird, so dass man ohne Maske am Ende der Schlange ankommt. Auch ist ein Vergleich mit dem Hygienekonzept im Sommer nicht vergleichbar. Einmal von der Anzahl der Liftbenutzer und auch von den herrschenden Temperaturen. Bei Kälte ist die Übertragung des Virus um ein Vielfaches höher. Wir brauchen uns doch nichts vor zu machen: Unter den Personen, welche bei den gegenwärtigen Problemen zum Skifahren gehen würden, sind auch viele, welche durch ihr unangemessenes Verhalten wesentlich zu der jetzigen kritischen Situation beigetragen haben. Es gibt einfach kein Hygienekonzept, welches die Unvernunft der Leute mit einbeziehen kann. Wer so etwas glaubt, realisieren zu können, verdrängt einfach nur die Realität. Neben Hotel- und Liftbetreiber gibt es viele Gewerbetreibende, welche unter der Situation zu leiden haben. Es hat sich auch gezeigt, dass die bisherigen Konzepte leider nicht ausreichend waren und dadurch das Weihnachtsfest im Kreis der Familie gefährdet ist. Das sollte eigentlich allen klar sein, welche Corona auf die leichte Schulter nehmen. Wie immer, haben viele unter der Unvernunft von wenigen zu leiden. Markus Söder hat wahrlich ganz andere Probleme, als mit Herrn Rechenauer Schlitten zu fahren. Wenn er nach Oberaudorf kommen würde, würde er sich nach meiner Auffassung auch nur lächerlich machen.

Hans-Georg Althoff

Oberaudorf

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