Corona: Gastronomie-Personal leidet unter uneinsichtigen Gästen

Zur Berichterstattung über die Corona-Einschränkungen (Politik- und Regionalteil):

Wann ist es endlich so weit, dass mutig mit Corona umgegangen wird? Viele empfinden schon diese Fragestellung als vermessen, hochmütig, dumm und verantwortungslos. Aber wenn Szenarien der größtmöglichen Sicherheit um sich greifen, verändert sich die Gesellschaft. Und nicht zum Guten. Gerade hier in Deutschland wird uns da einiges auf die Füße fallen. Während man noch den Kopf schüttelt über die USA und England, die sich vielerorts nichts mehr um Corona scheren, hat man dort vielleicht schon realisiert: Die Corona-Todeszahlen geben es nicht her, dass wir flächendeckend das Leben zurückfahren. Ein Blick auf die Statistiken zeigt eigentlich, dass es auch bei Corona typische Kurven und Verläufe gibt, und nicht alles durch die Decke gehen wird, wenn wir wieder normal weiterleben.

Hans Stahuber

Bad Aibling

Meine Kollegen und ich haben uns sehr gefreut, unsere Gäste nach der langen „Auszeit“, wieder bewirten zu können. Viele von uns arbeiten schon lange in der Gastronomie und das sehr gerne. Leider ist unser Beruf momentan alles andere als schön. Hierzu möchte ich einen dringenden Appell an unsere Gäste richten. Bei uns in Bayern gilt nach wie vor Maskenpflicht in den Biergärten und im Innenbereich. Wir müssen Sie da rauf hinweisen und dürfen Sie ohne nicht hereinlassen. Aussagen wie: „Das haben wir ja noch nie gehört.“, „Ich habe keinen Mund-Nasenschutz dabei.“, „In anderen Lokalen wird das nicht so streng gehandhabt.“ oder „Hört mir doch mit dem „Schmarrn auf.“, können wir leider nicht nachvollziehen. Wir, das Servicepersonal, tragen die Maske acht Stunden und länger zu Ihrem Schutz, auch bei sommer lichen Temperaturen! Leider kann es manchmal zu Wartezeiten kommen, da wir durch umfangreiche Hygieneauflagen wesentlich mehr Zeitaufwand haben. Ich wünsche mir und meinen Kollegen etwas mehr Verständnis vonseiten der Gäste. Ich hoffe, dass es nach Corona noch genug motiviertes Personal in der Gastronomie geben wird.

Christine Durchner

Oberwössen

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