Corona-Entscheidungen in Kungelrunden

Harte Zeiten für Karnevalisten: Die närrische Zeit fällt heuer wegen Corona größtenteils aus.
+
Harte Zeiten für Karnevalisten: Die närrische Zeit fällt heuer wegen Corona größtenteils aus.

Zur Berichterstattung über die Corona-Pandemie (Politik- und Bayernteil):

Schon knapp vor dem Ende der ersten Verlängerung des zweiten Lockdowns wurde von Entscheidungsträgern eine dritte(!) Verlängerung in Betracht gezogen. Wie oft und wie lange denn noch? Bis Hotels und Gaststätten ausgestorben sind, bis der letzte Einzelhändler aufgegeben hat, bis es keine Schulen, Kitas, Universitäten mehr gibt, bis keine Konzerte, Ausstellungen, Messen, auch keine Sportveranstaltungen mehr besucht werden können? Bis schließlich das ganze gesellschaftliche Leben vollends abgetötet ist und bis sich „Herr Amazon“ mit China um das streitet, was von der Welt noch übrig ist? Den hohen Herren sollte endlich bewusst werden, dass das Corona-Virus nicht mehr auszurotten ist und dass es künftig immer etwas geben wird, was als Berechtigung für einen neuen Lockdown herangezogen werden kann. Eine Aneinanderreihung von Lockdowns kann aber sicher keine Lösung für die Zukunft sein. Neben der Verbesserung der unsäglich trägen und chaotischen Impfkampagne sollten sich Überlegungen dahin richten, wie mit dem Virus ein ganz normales Leben möglich wird. Eine Empfehlung abschließend: nicht in jedes Mikrofon hineinplappern; das Risiko, über ungelegte Eier zu reden, ist einfach zu groß!

Eberhard Sohn

Gars

Endlich hat man es rausgefunden – die Bärtigen sind schuld an der Übertragung von Covid-19, weil die FFP2- Maske nicht richtig abdichtet. Ist eigentlich logisch: Wenn man zum Beispiel S- oder U-Bahn fährt, haben ungefähr die Hälfte der Männer einen Bart. Lieber Ministerpräsident Söder, hier gehört durchgegriffen! Ich würde vorschlagen, es wird ab sofort eine tägliche Glattrasur vorgeschrieben – bei über fünf Millimeter Bartlänge 250 Euro Strafe. Die Polizei kann mit dem Langhaarschneider eingestellt auf fünf Millimeter kontrollieren – wenn etwas weggeht, heißt es bezahlen. Aber Spaß beiseite, die Sache ist zu ernst. Impfen funktioniert ja mangels Stoff auch nicht. Als Unternehmer hätte ich voriges Jahr im Juni, als die Amerikaner 600 Millionen Dosen bei Pfizer/Biontech bestellt haben, für Deutschland am nächsten Tag mindestens 100 Millionen Dosen geordert. Der Impfstoff hätte, erst bei Zulassung, zwei Milliarden Euro gekostet und wir wären jetzt versorgt – Null Risiko! Unsere politischen Anführer waren genauestens informiert – sie haben nichts getan. Sie waren viel in Talkshows unterwegs und haben an ihrer Selbstdarstellung gearbeitet! Jetzt sollen sich die Deutschen mit dem russischen Impfstoff „Sputnik 5“ , einem chinesischen Impfstoff oder einem von Astrazeneca impfen lassen – alle sehr fragwürdig? Geschliffene Erklärungen und Ausreden haben wir genug gehört, bis jetzt wurde die Arbeit definitiv nicht gemacht – nur geredet und „Lockdowns“ verordnet.

Max Hudlberger

Rechtmehring

War ja klar! Ich hatte heute ein langes „Corona“-Gespräch mit meiner Lungenärztin beim jährlichen Check und die Auswirkung auf meine Psyche, durch die Hinhaltetaktik unserer Politiker ohne Aussicht auf ein normales Leben! Ich habe den Eindruck, in einer Diktatur, nicht in einer Demokratie zu leben! Warum kann die Regierung nicht trotz Lockdowns den Geschäften die Möglichkeit gegeben, Kundentermine wie beim Arzt zu vereinbaren? Dadurch könnten sich die Kunden die dringend benötigten Sachen vor Ort anschauen, testen und zum Kauf beraten lassen. Die Geschäftsleitung könnte entscheiden, wie viele Termine gleichzeitig stattfinden können, um die Regelungen einhalten zu können. Dadurch würden die Geschäfte nicht so unter dem Lockdown leiden, und die Kunden wären auch zufrieden.

Anja Bauer

Schwindegg

Haben Sie meinen Dank für die beiden Kommentare „Im Großen und Ganzen weit daneben“ und „Die Menschen brauchen eine Perspektive“ im Politikteil, die mir wirklich aus dem Herzen sprechen. Auch ich kann über das Vorgehen unserer Kanzlerin mit ihren Vasallen nur den Kopf schütteln. Zumal sind die „Kungelrunden“ durch nichts im Grundgesetz gedeckt. Aber was hat Frau Merkel auch damit zu tun, ist ihr doch der Bundestag und das Grundgesetz ziemlich „wurscht“. Dieses Krisen-Management ist wirklich nur zum Fremdschämen. Und das sagt einer, der bei einer großen Hamburger Brauerei in den Neunzigern die Kunden-Nummer (also ein zentrales Steuerungsmittel) erfolgreich umgesetzt hat. Ich glaube schon, dass ich ein wenig weiß, wovon ich rede, wenn ich mich zu Projekt-Management äußere. Was mich aber am meisten wirklich erschüttert, ist die Tatsache, dass sich Frau Merkel ins Fernsehen setzt und sagt, es sei ja alles ganz gut gelaufen. Und in ganz Deutschland sterben jeden Tag 800 bis 1000 Menschen – auch und besonders durch ihre Unfähigkeit. Soll sie nicht durch die TV-Shows tingeln – einfach mal in ein Krematorium gehen. Aber Vorsicht – da kommt man ja mit dem „Wähler“ zusammen und dem zeigt man sich zurzeit am besten nicht so oft. Dann lieber Audienzen mit willigen TV-Journalisten, die dann beim nächsten Mal in der Regierungsmaschine mitfliegen dürfen. Diese Veranstaltungen sind eine Schande für den deutschen Journalismus. Aber zwei Lichter brennen ja noch am Ende des Tunnels – dank Ihrer beiden Politik-Kommentatoren.

Bodo Schulz

Oberaudorf

Auch der Fasching 2021 fällt aus. Mag sein, dass die „Ganzjahres-Maskerade“ für manche ein kleiner Ersatz ist, andere sich damit sicher vor Ansteckung fühlen oder sie wenigstens als Zeichen der Solidarität tragen. Unter dem Vorwand des Schutzes vor Ansteckung waren, neben anderen Regeln, erst Stoffmasken oder Schals, dann OP-Masken, jetzt FFP2- Masken, erst empfohlen, dann unter Strafe angeordnet. Über Sinn oder Schädlichkeit dieser Maskerade wird meist generell nicht nachgedacht. Bis vor Kurzem war beim Robert-Koch-Institut noch zu lesen, dass nur FFP3-Masken vor Viren schützen. Kaum wurde die Tragepflicht von FFP2-Masken in Bayern eingeführt, änderte das RKI seine Sichtweise, seither schützen auch FFP2-Masken. Nach dem neuesten Rat der Bundesregierung sollen Bürger nun Einweg-FFP2-Masken waschen und wieder verwenden? Der Inzidenzwert soll auf 50 oder gar 25 sinken, wobei die ärztliche Definition von „Seltener Erkrankung“ laut Bundesgesundheitsministerium bei fünf Erkrankten pro 10 000 Einwohnern liegt, das ist Inzidenzwert 50! Demnach ist es also eine seltene Erkrankung, die uns „Pandemiemaßnahmen“ beschert, welche die gesamte Wirtschaft an die Wand fährt und sämtliche menschliche Kontakte aufs Übelste einschränkt. Dabei ist zu beachten, dass es sich bei der Definition um Erkrankte, nicht um nur „positiv Getestete“ handelt. Es ist höchste Zeit, sich diesen himmelschreienden Unsinn mal durch den Kopf gehen und entsprechende Konsequenzen folgen zu lassen. In was für einer Welt wollen wir leben? In einer, in der Regeln strikt zu befolgen sind, und seien sie noch so fragwürdig, oder in einer Welt, in der es so ist, dass wenige Menschen eventuell sogar an einer „seltenen Erkrankung“ sterben könnten?

Lisa Heiß

Haag

Bezahlen müssen die Corona-Kosten wie Corona-Hilfen, Kurzarbeitergeld, Impfdosen und Tests wir selber. Allerdings erst nach der Bundestagswahl ab 2022. Spätestens dann werden offene oder versteckte Corona-Steuern, Abgaben oder Aufschläge wie bei CO2-Steuer auftauchen. Derzeit laufen die Gelddruckmaschinen rund um die Uhr, denn Corona kostet wohl weit mehr als eine Billion. Was wir nicht schaffen, dürfen dann unsere Kinder und Enkel abzahlen. Wieviel unsere Geldanlagen in Form von Lebensversicherung, Aktien, Anleihen und Sparkonten belastet werden, wird sich auch noch zeigen. Da wird keiner auskommen. Alternative wäre eine Staatspleite wie zuletzt in Argentinien oder ein Staatshaushalt wie in Griechenland mit gleichzeitigem Zerfall der EU.

Franz Oberberger

Frasdorf

Wenn jetzt durch das Schließen von Gasthäusern und Restaurants während der Lockdowns ein Massensterben im Gastgewerbe einsetzt, so ist das nicht die Schuld des Corona-Virus, sondern nur die Schuld unserer Politiker. Laut dem Robert-Koch-Institut steckten sich vor dem zweiten Lockdown gerade mal „0,5 Prozent“ der Infizierten in Wirtshäusern und Gaststätten an. Bei einem Inzidenzwert von „200“ bei 100 000 Einwohnern wäre das genau einer (1). Somit war die pauschale Schließung des Gastgewerbes, das noch dazu mit einem sehr guten Hygienekonzept aufwartete, reine Willkür seitens der Politiker. Und somit sind sie auch die alleinigen Schuldigen für jedes Gasthaus, jedes Wirtshaus und jedes Restaurant, das jetzt Bankrott geht.

Harald Lohner

Töging

Kommentare