Corona-Beschränkungen mit Nebenwirkung

Nach den ersten Lockerungen ist ein Besuch im Biergarten wieder möglich. Zumindest am Tisch herrscht keine Maskenpflicht.
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Nach den ersten Lockerungen ist ein Besuch im Biergarten wieder möglich. Zumindest am Tisch herrscht keine Maskenpflicht.

Zum Bericht „Schäuble lobt Demos“ (Politikteil) und zur Corona-Berichterstattung:

Herr Schäuble hat recht. Es ist das Privileg einer freien Gesellschaft das zum Ausdruck zu bringen, was einem auf der Seele liegt. Statt pauschalem Lob wäre es jedoch zielführender gewesen, wenn Herr Schäuble die verschiedenen Optionen der Vorgehensweise, die Corona-Krise unter Kontrolle zu bringen, gezeigt hätte. Solche Optionen sind die in Deutschland zeitlich limitierten Grundrechtseinschränkungen, gegenüber der grenzenlosen Freizügigkeit in Schweden, die man sich als Protestierender wünscht. Die Optionen sind ohne professorlichen Beistand, Experten oder hohe Mathematik einfach zu bewerten: schwedische Freizügigkeit mit rund 4100 Toten bei 10,2 Millionen Einwohnern, gegenüber 83 Millionen in Deutschland mit rund 8400 Toten. Überträgt man die schwedischen Verhältnisse auf Deutschland, dann hätten wir rund 33 300 Tote gegenüber den 8400. Die Frage ist jetzt, welche Option, die schwedische oder die deutsche, die bessere ist. Die deutsche, sollte man meinen. Aber, wie gesagt, in einer freien Gesellschaft kann man zwischen verschiedenen Optionen abwägen und wählen.

Walter Wieland

Prien

Gesundheitsschutz – damit werden seit Wochen alle Corona-Maßnahmen begründet. Wägt unsere Regierung wirklich immer die gesundheitlichen Schäden durch den Krankheitserreger mit den Kollateralschäden durch die Nebenwirkungen der „Schutzmaßnahmen ab“? „Merkel warnt vor Maskenpflicht“ weil Virenschleuder, hieß es noch im April in dieser Zeitung. Dann die Pflicht ohne wissenschaftliche Begründung?! Millionen notwendiger Operationen sowie Folgebehandlungen von Krebs-, Schlaganfall oder Herz infarkterkrankten wurden verschoben oder abgesagt. Menschen haben bei Warnzeichen von Herzinfarkten und Schlaganfällen Angst, sich behandeln zu lassen. Die aus diesen Maßnahmen resultierenden Todesfälle werden bei Weitem die Todesfälle „durch“ und „mit“ Covid-19 übersteigen. Zusätzlich sank das Versorgungsniveau und die -qualität von Pflegebedürftigen. Durch Isolierung und Panikmache wird nachweislich das Immunsystem geschwächt. Frauenhäuser sind aufgrund häuslicher Gewalt überfüllt, Kindesmisshandlungen und Kinderunfälle nehmen stark zu. Ärzte melden einen enormen Anstieg von Suiziden.

Doris Resch

Rechtmehring

Grundrechte, Urlaub, Grenzöffnungen – nur noch Geplärre! Ist es überhaupt noch zu fassen, wie in unserem Land nur noch rumgeplärrt wird? Angefangen von der Demo in München am Marienplatz. Ich glaube, dass es ein Großteil der Leute überhaupt nicht begriffen hat, um was es bei diesem Virus geht. Es wird nur noch gefordert, gefordert und wieder gefordert. Kann denn ein Politiker, wenn es beispielsweise um Urlaub geht, konkret sagen, wann sich dieses „rot gezackte teuflische Virus“ in Luft auflöst und eventuell dann am 10. Juni verschwunden ist? Utopie! Von vielen wird ein genaues Datum verlangt, wann Grenzen öffnen sollen, wann man wieder „ohne Rücksicht auf Verluste“ in der ganzen Welt rumreisen kann und so weiter. Ich fahre auch gerne in den Urlaub, aber was, wenn eine zweite Pandemie durch Unachtsamkeit ausbricht? Ich würde von allen, die dies erzwingen wollen, im Vorhi nein bei der Buchung oder Fahrt auch gleich eine Rückholpauschale ansetzen. Wer zahlt denn das dann wieder, die Kleinen und Mittelständler. Ein Reicher bestimmt nicht, denn es hieß auf diese Frage, dass Steuern oder andere Abgaben vorerst mal nicht erhöht werden, vor allem aber auch auf keinen Fall eine Vermögenssteuer angesetzt wird. Also dann zur gegebenen Zeit wieder „die Kleinen“, die schröpft man am liebsten. All diese, ob im Arbeitsleben oder selbstständig, die tun mir richtig leid.

Renate Scheingraber

Ampfing

Als alleinerziehende Mutter finde ich die jetzige Situation und Einschränkungen überhaupt nicht schlimm. Es macht mir Spaß, bevormundet zu werden. Deshalb bin ich froh, dass ich mir keine Gedanken machen muss, ob es wirklich ein Killervirus ist oder eine etwas stärkere Grippe, und ob das alles notwendig war. Ich freue mich jeden Tag, am Vormittag als Ersatzlehrerin zu agieren, zwischenzeitlich Putzen, Kochen und Waschen und Nachmittag meinen Job machen zu dürfen, damit ich über die Runden komme. Am Abend sitze ich dann relaxt vor dem Fernsehen und sehe zum Beispiel unseren besonnenen Herrn Söder, der bestimmt nicht auf Umfragewerte aus ist, und unsere Kanzlerin, die keine Familie hat, aber mir dafür alle Entscheidungen abnimmt, und denke mir: Toll, dass wir so eine Regierung haben. Die wissen einfach, wie gut es mir geht!

Gabi Gasser

Rosenheim

Einen sehr guten Überblick geben die Kurven des Statistischen Bundesamtes im Internet unter „Wöchentliche Sterbefälle in Deutschland“. Man kann selbst vergleichen, die Sterbefälle des Jahres 2020 (1. Januar bis zur 17. Kalenderwoche) mit dem Jahr 2018 und der Durchschnittskurve für mehrere Jahre. Die Anzahl der Toten im Jahr 2018 aufgrund einer Grippewelle war erheblich höher als die „Corona-Toten“ in 2020. Vor zwei Jahren kam niemand auf die Idee, das öffentliche Leben so gravierend zu ersticken.

Udo Proske

Rosenheim

Ob der Lockdown notwendig war, darüber kann man diskutieren, aber die meisten aktuellen Maßnahmen sind nicht mehr hinnehmbar. Warum soll man nicht das Recht haben, friedlich zu demonstrieren und zu hinterfragen, ohne das man als Verschwörungstheoretiker und Spinner abgestempelt wird, wer hinter WHO und Robert-Koch-Institut wirklich steckt und Milliarden an Steuergeldern in diese Organisationen und Pharmaindustrie für Impfstoffe ver(sch)wendet werden? Stimmen die zweifelhaften Zahlen und wie sind sie zustande gekommen? Das gehört doch zur Demokratie, wie es auch Wolfgang Schäuble jüngst betonte. Die Maskenpflicht ist doch absurd und wenn, nur in bestimmten Fällen (öffentliche Verkehrsmittel, Heime, Krankenhäuser) sinnvoll. Was erstaunlich und traurig ist, dass viele Menschen blind und ohne Menschenverstand der Regierung und deren öffentlich-rechtlichen Sendern vertraut. Wenn im Jahr rund eine Million Menschen in Deutschland sterben, allein schon etwa 30 000 an Krankenhauskeimen und rund 8000 an Grippe, im Jahr 2012/13 und 2017/18 sogar 25 000 Menschen, dann ist das nicht mehr verhältnismäßig. Dem Innenministerium liegt ein Bericht vor, indem steht, dass es mehr Tote wegen der Krise als an den Folgen der Grippe gibt. Im Moment besteht in Deutschland keine wesentliche Übersterblichkeit! Der Flurschaden ist zu groß. Die Corona-Welle ist mehr oder weniger vorbei, die Maßnahmen müssen größtenteils aufgehoben werden. Vor allem die Maskenpflicht! Oder geht es am Ende doch nur um Wählerstimmen, um die Impfpflicht und das Geschäft? Wollen wir in Zukunft asiatische Verhältnisse?

Birgit Ostermeier

Eiselfing

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