Pro und contra Krisenmanager Söder

Punktet im Kampf gegen die Auswirkungen der Corona-Krise: Ministerpräsident Markus Söder. dpa
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Punktet im Kampf gegen die Auswirkungen der Corona-Krise: Ministerpräsident Markus Söder. dpa

Zum Bericht „Mitten in der Corona-Krise: Alpha-Machtkampf in der Union?“ (Politikteil):

Da gibt es also einen Riesenkrach in der Länderrunde, angezettelt vom großen Staatsmann Armin Laschet, seines Zeichens Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. Gescholten wird Markus Söder, der es gewagt hat, nicht um Erlaubnis für seine dringend notwendigen Entscheidungen zu fragen. Erlaubnis einzuholen bei der Kanzlerin, bei Ministerpräsidenten-Kollegen, bei den Fraktionsvorsitzenden jeglicher Couleur, die allesamt nur untätig der Dinge geharrt haben, die da kommen könnten! Die Kanzlerin, die sich nach der Aufzählung der nun vorgegebenen Richtlinien nochmals selbst verbessern muss, ein Armin Laschet, der vor einigen Wochen noch einen passablen Faschingsclown abgegeben hat, aber zur Bewältigung der Corona-Krise noch keinen einzigen Beitrag geleistet hat, das Führungsduo der SPD, das immer ganz eng zusammensteht, aber auch im Doppelpack nur nichtssagendes Geschwurbel von sich gibt. Richtige Krisenmanager sehen anders aus! Söder hat in seinen Reden und seinen Entscheidungen rechtzeitig klare Kante gezeigt! Ich persönlich hatte bis dato ein sehr gespaltenes Verhältnis zur CSU-Führung, Söder hat aber gezeigt, dass er imstande ist, schwierige Verhältnisse zu meistern, und dies auch bundesweit!

Wolfgang Maier

Bruckmühl

Gummistiefel haben Gerhard Schröder via Elbe-Hochwasser einst die unmöglich geglaubte Wiederwahl ermöglicht. Söders Gummistiefel heißen offensichtlich Corona. Dem vermeintlich besten Krisenmanager sind künftige Wahlerfolge garantiert. Dazu muss man Vorreiter sein und der schärfste Hund im Garten, auch wenn man nur den besten Staatsfreund Kurz nachäfft. Sollten sich bayerische Alleingänge fortsetzen wie „triftige Gründe“, um trotz langsam einsetzenden Lagerkollers zu Hause bleiben zu müssen, werden meine Familie und ich sicher bei Neuwahlen triftige Gründe finden, eine weniger machtgeile Person zu wählen.

Rudolf Wießner

Mühldorf

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