Bürgerwillen akzeptieren

Ein klares Nein zum Flughafenausbau brachte der Bürgerentscheid in München. Foto dpa
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Ein klares Nein zum Flughafenausbau brachte der Bürgerentscheid in München. Foto dpa

Zu Berichten über den Ausgang des Bürgerentscheids zum geplanten Ausbau des Münchner Flughafens und die folgende politische Auseinandersetzung im Bayernteil:

Wie weit die FDP von der Demokratie entfernt und wie sehr sie zur Lobbymaschine verkommen ist, zeigt sich nach dem Bürgerentscheid. Anstatt den Volkswillen zu akzeptieren, versucht man nun trickreich, diesen einfach zu ignorieren. Der Ehrgeiz des Flughafenbetreibers, "größer als Frankfurt" zu werden, ist idiotischer Größenwahn. Auf Kosten der Lebensqualität aller Bewohner des Umlands möchte sich der eine ein Denkmal bauen, die anderen sich eine goldene Nase verdienen. Die Bevölkerung hat "Nein" gesagt - und dabei bleibt es!

Theo Auer

Rosenheim

Die Befürworter der dritten Startbahn für den Flughafen München machen sich lächerlich. Man verdrängt einfach geflissentlich, dass sich der Euro in großer Gefahr befindet; dass europaweit negative wirtschaftliche und finanzielle Entwicklungen im Gange sind, die erst einmal abgewartet werden müssen, bevor man solche Saurierprojekte wie die dritte Startbahn durchziehen will. Die bayerische Bevölkerungsmehrheit sieht das offenbar realistischer als die Befürworter, die jenen glauben, die dem Euro glatt noch 400 Jahre geben. Ihnen sei verziehen.

Nach meiner Überzeugung bekommen wir bald eine Zeit, liebe Airport-Betreiber, in der eine Startbahn, vielleicht sogar eine halbe, vollauf genügen wird.

Werner Fuchs

Mühlhausen

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