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Bürger erster und zweiter Klasse?

Dank der Hausärzte kommt die Impfkampagne in Schwung. Doch nun ist eine Debatte um die Rechte von Geimpften und Nicht-Geimpften entbrannt.
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Dank der Hausärzte kommt die Impfkampagne in Schwung. Doch nun ist eine Debatte um die Rechte von Geimpften und Nicht-Geimpften entbrannt.

Zur Debatte um die Corona-Impfung (Berichte im Politikteil/Leserbriefe):

Manchmal verstehe ich diese selbst ernannten Impfskeptiker nicht: So wird gefordert, die Impfstoffhersteller müssten sich bei ihren „Opfern“ entschuldigen, aber der Schutz der Geimpften vor einem schweren bis tödlichen Krankheitsverlauf wird fallengelassen. Andererseits sind elf an Corona verstorbene Kinder doch größtenteils vorerkrankt gewesen. Nachweisliche Spätfolgen der Krankheit werden ignoriert, doch viel unwahrscheinlichere Nebenwirkungen der Impfung sind nicht hinnehmbar. Zuletzt führt man einen Corona-Ausbruch in britischen Heimen im Winter auf die Impfung zurück, aber nicht die stark gesunkene Inzidenz und Todeszahlen in Großbritannien. Dazu schießen derzeit die Falschbehauptungen wie Pilze aus dem Boden. Ihre Schöpfer werfen mit Fachbegriffen und biochemischen Formeln um sich, dass es nur so scheppert. Es wird im Leserbrief von Herrn Stahuber auf einen gewissen Herrn Bhakdi (Autor von „Corona Fehlalarm?“) verwiesen. Wenn dann behauptet wird, dass das Spike-Protein auch in der Impfung die Endothelzellen und somit die Gefäßwand schwer schädigt – Studien bestätigen dies – hört sich das wirklich klug an. Geht man dem nach, findet man zwar besagte Studie, aber auch den ausdrücklichen Hinweis der beteiligten Forscher, dass dies nicht auf die Impfung übertragbar ist. Lügen sie? Aber warum sollte man dieser Studie dann überhaupt noch Bedeutung zuschreiben? Trotzdem kursiert dieses Gerücht weiter glücklich in diversen Ecken des Internets und die angeblich kritischen Querdenker verbreiten es immer weiter. Man darf solche Behauptungen nicht stehen lassen, sondern sollte sich die Zeit nehmen, diesen nachzugehen und immer wieder zu widersprechen, bevor sie ernsthaften Schaden anrichten.

Karolina Widhammer

Bad Aibling

„Wenn ihr euch brav impfen und testen lasst, dann bekommt ihr ein Leckerli.“ So geht man mit einem Hund um und nicht mit Menschen. Die meisten Menschen merken das nicht und freuen sich auf das nächste Leckerli. Sogar die Bundesjustizministerin findet das in Ordnung. Da kann ich nur mit einem Zitat von Ludwig Thoma antworten: „Der königliche Landgerichtsrat Alois Eschenberger war ein guter Jurist und auch sonst von mäßigem Verstande.“ Die Einschränkungen für die Menschen werden hauptsächlich mit den Inzidenzwerten begründet, die auf dem PCR-Test beruhen. Dieser Test kann kein lebendes Virus nachweisen, sondern nur Gen-Sequenzen. Der Ct-Wert ist außerdem nicht gesetzlich festgelegt. Die Inzidenzwerte sind zudem willkürlich bestimmt worden. Es ist mir ein Rätsel, wie auf einer solch wackligen Grundlage Grundrechte eingeschränkt werden können. Grundrechte stehen jedem Menschen zu, und er muss sie sich nicht mit einem der Regierung wohlgefälligen Verhalten verdienen.

Alfons Schwarzenböck

Aschau am Inn

Wenn ich eines in diesen Corona-Zeiten für mich gelernt habe, dann ist es das Thema Eigenverantwortung. Ich kann die Menschen verstehen, die Angst vor einer Ansteckung haben und sich von der Impfung Sicherheit und wieder ein Stück Freiheit erhoffen. Aber ich verstehe auch diejenigen, die mit der Impfung lieber warten wollen, weil noch nicht abzusehen ist, ob der Impfstoff eventuell Spätfolgen mit sich trägt. Kann man Angst vor Ansteckung, Angst vor Spätfolgen oder Angst vor Freiheitseinschränkung gegeneinanderstellen? Ist die eine Angst legitimer als die andere? Statt den Andersdenkenden zu beschimpfen, sollten wir uns bestmöglich informieren. Und abwägen, wie hoch das Risiko einer Ansteckung für mich persönlich wirklich ist, welche Faktoren noch für meine Entscheidung infrage kommen und diese dann treffen. Eigenverantwortung heißt für mich auch, sich der eventuellen Konsequenzen bewusst zu sein und diese zu tragen. Uns stehen zur Meinungsbildung doch viele Informationswege zur Verfügung. Auch wenn man da ein wenig suchen muss. Mich irritiert allerdings, wenn Interviews, die eine andere als die gängige Meinung vertreten, gelöscht werden. Was soll das? Wird uns nicht zugetraut, bewusst abwägen zu können? Dann passiert doch genau das Gegenteil von dem, was die Politik sich immer von uns wünscht, nämlich Vertrauen in sie zu haben.

Elke Oldenburg

Griesstätt

Was soll das denn jetzt? Vergangenes Jahr waren wir eine Solidargemeinschaft, in der die Jüngeren und Stärkeren auf die Älteren und Schwächeren Rücksicht nehmen sollten, um die Katastrophe nicht zur Katastrophe werden zu lassen. Die Einschränkung unserer Grundrechte wurde aus Solidarität in Kauf genommen. Viele der Schwächeren sind geimpft, somit die jetzt Stärkeren, und aus ist es mit der Solidarität. Die ehemals Stärkeren dürfen jetzt zusehen, wie diejetzt Stärkeren die Grundrechte zurückbekommen und Privilegierte werden. Und die, denen die ganze Katastrophe langfristig am meisten zusetzt, sind die Dummen. Ich meine hier Kinder, Jugendliche und Heranwachsende. Für die gibt es noch nicht mal einen passenden zugelassenen Impfstoff. Und bezahlen dürfen sie die Rechnung am Ende auch noch. Das Ganze ist die gleiche Sauerei wie der sogenannte Generationenvertrag, bei dessen Entscheidung auch immer nur eine Partei am Verhandlungstisch sitzt. Es ist schon bewundernswert, was die junge Generation den Älteren alles durchgehen lässt. Ganze 2,2 Milliarden Euro gibt es jetzt für Lerndefizitausgleich. Und die digitale Schule ist nach wie vor ein Armutszeugnis für ein Technologieland wie Deutschland. VW und Co. bekommen viele Milliarden in Form von Kurzarbeitergeld zugeschustert, um sie dann als Dividende an die Aktionäre durchzureichen. Hier werden eindeutig die falschen Prioritäten gesetzt. Die Politik weiß jetzt, was man dem Volk alles zumuten kann. Was kommt als Nächstes? Geschwindigkeitsbeschränkungen für die Fahrer ausländischer Pkw? Höhere Steuern für Oppositionswähler? Noch einmal: Grundrechte heißen Grundrechte, weil per Grundgesetz jeder ein Recht darauf hat. Sie sind keine Almosen unserer Regierung.

Ulrich Eiwan

Amerang

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