„Buachwoidhüttn“: Baurechtliche Genehmigung wäre realisierbar

Zur Berichterstattung über den Abriss der „Buachwoidhüttn“ (Regionalteil/Leserbriefe):

Wir dürfen davon ausgehen, dass sich fast alle Menschen einen Erhalt der Hütte wünschen, dabei aber an die Gesetze gebunden sind. Dies gilt ganz besonders für die Baugenehmigungsbehörde, das Landratsamt Rosenheim und auch für Landrat Lederer. Meine jahrzehntelange durch Freud und Leid geprägte Erfahrung mit dem Bauen im Außenbereich Erfahrung über das Bauen im Außenbereich führt in vorliegenden Fall zu einem Lösungsansatz, der unter der Voraussetzung des guten Willens bei allen Beteiligten erfolgreich gestaltet werden könnte:

•Paragraf 35 Abs. 1 Nr. 4 BauGB bezieht sich auf Baumaßnahmen, „die wegen ihrer besonderen Zweckbestimmung nur im Außenbereich errichtet werden sollen“. Das Kriterium „soll“ bringt damit den Ausnahmecharakter der Vorschrift zum Ausdruck.

•Die gesetzlich vorgeschriebene „Funktion des Außenbereichs als Erholungslandschaft für die Allgemeinheit“ führt zur Notwendigkeit und Zulässig-keit von Baumaßnahmen, „die damit im Innenbereich beziehungsweise im vorhandenen Planbereich nicht verwirklicht werden können“ (zum Beispiel Almgaststätten, Skihütten, Aussichtstürme, Schutzeinrichtungen für Wanderer).

•Letztes, zu erfüllendes Kriterium: die „Verwirklichung muss im Allgemeinen Interesse sein“, das heißt, die Nutzung durch die Allgemeinheit muss, auf welche Art und Weise auch immer, sichergestellt werden! Dies könnte beispielsweise in der Art erfolgen, dass die Hütte als Schutzhütte für die Wanderer/Besucher des „Biotops Attel und Seitenbäche“ mit Informationstafeln über das Biotop, in bestimmten Zeitfenstern zur Verfügung gestellt wird. Durch die Erfüllung dieser Kriterien und eine wohlwollende Sachverhaltswürdigung in der anzuhörenden Gemeinde Edling und dem Landratsamt Rosenheim im Landratsamt wäre eine baurechtliche Genehmigung realisierbar – „a gmahde Wiesn“!“

Werner Stieb

Kolbermoor

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