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Brenner-Zulauf erhitzt die Gemüter

Zur Berichterstattung über den Brenner-Nordzulauf (Regionalteil):

Man liest und hört es fast täglich: Der Güterverkehr gehört auf die Schiene. Über die nötige Infrastruktur wie Verladestationen hat noch kein Politiker ein Wort verloren. Braucht es auch nicht. Verkehrsminister Scheuer hat schon vor langer Zeit verkündet, was er will: eine Intercityverbindung Berlin-München-Verona. Dafür sollen die zusätzlichen Gleise her.

Ein schneller Personenzug mit 230 km/h und ein Güterzug mit maximal 140 passen nicht zusammen. Dass hinter den Grenzen nach Süden nur noch zwei Gleise sind, nimmt er nicht zur Kenntnis. Wie er schon die deutlichen Hinweise zu seinem Maut-Debakel nicht zur Kenntnis genommen hat. Dass er mit seinem Plan nicht nur das Inntal, sondern auch Dörfer wie Ostermünchen und den Erholungsbereich im Norden von Rosenheim zerstört und viele – vor allem landwirtschaftliche – Existenzen vernichtet: Was soll’s?

Über die Erneuerung der Bestandsstrecke redet er gar nicht. Würde die Strecke aus dem vorigen Jahrhundert gleis- und vor allem signaltechnisch aus dem Dornröschenschlaf erweckt und auf den Stand von heute gebracht, wären die Probleme auf einen Schlag fast gelöst. Ein Problem bliebe nämlich: Wie kommen die Lkw oder Container auf den Zug? Das alles wissen auch unsere Nachbarn im Süden und versuchen, den Lkw-Verkehr, so gut es geht, zu steuern. Eine Korridormaut würde zusätzlich den Verkehr von Norden nach Italien steuern. Dann wäre der Umweg über A 8 und A 93 nicht mehr finanziell interessant gegenüber der direkteren Strecke (mit Bahn) über die Schweiz. Auch das interessiert den Minister nicht.

Walter Schreiber

Feldolling

Wie kommt es, dass die Berichterstattung der OVB-Heimatzeitung den Rosenheimer Norden komplett ignoriert? Warum wird nicht endlich in aller Deutlichkeit geschildert, welche Auswirkungen auf Mensch und Natur auf der Strecke bis Ostermünchen zukommen? Egal, was man liest, von Süden kommend werden die Innleiten erwähnt, um dann gleich über Ostermünchen zu berichten.

Die Medien verschweigen konsequent, dass Rosenheim vollständig vom restlichen Landkreis abgeschnitten wird. Quer durch das gesamte Tal vom Inn bis Mintsberg wird ein Wall gezogen. Klar, wo soll die Bahn auch sonst den Abraum aus dem Stephanskirchener Tunnel loswerden? Schütten wir ihn also einfach ins Tal vor Rosenheim. Bis zu 15 Meter hoch wird die Mauer, hinzu kommen die Aufbauten und gnädigerweise eine Lärmschutzwand von zwei Metern Höhe auf der Schechener Seite.

Immerhin lassen die Planer uns bei der alten B15 noch einen Durchschlupf Richtung Süden. Das OVB vergibt die Chance, über dieses Jahrhundertbauwerk „Mauer gegen Schechen“ wenigstens anlässlich der jüngsten lärmenden Protestwelle ausführlicher zu berichten. Statt den geplanten Wall als Aufmacherbild zu zeigen, war nur die Brücke über den Inn zu sehen.

Der Schaden, der an dieser Stelle angerichtet wird, ist schon schlimm genug. Er wird ein Klacks sein gegen das, was dann auf der Strecke bis Ostermünchen geschieht. Ich wiederhole mich an dieser Stelle gerne: Wieso berichtet niemand darüber?

Lothar Thaler

Schechen

In meinem jüngsten Leserbrief habe ich zum Thema Corona festgestellt, dass eigentlich alles gesagt sei, nur noch nicht von jedem! In der Folgewoche stimmte ein freundlicher Leser mir sogar zu. Daraus schöpfte ich ein wenig Hoffnung, dass das Thema tatsächlich ausdiskutiert sei.

Nun veröffentlichte das OVB in der Ausgabe vom vergangenen Wochenende nicht nur wieder eine ganze Seite Leserbriefe zum Thema Corona, sondern macht mit dem Thema Brennerzulauf gleich noch ein neues Fass auf.

Ich fürchte, dass der Brennerzulauf uns mit einer Menge von Leserbriefen den ganzen Sommer beschäftigen und die Zeitung unnötig aufgebläht wird. Muss es wirklich sein, dass zehn Prozent des Zeitungsumfangs aus Leserbriefen bestehen? Nicht nur, dass eine Menge Papier vergeudet wird, nein, ich bezahle es auch noch jeden Monat mit einem hohen Preis für mein Abonnement.

Es wäre sicher interessant zu erfahren, wer tatsächlich Leserbriefe liest. Also, ich plädiere dafür Leserbriefe zu veröffentlichen, vielleicht nur die interessantesten, aber in einer Menge, die auch gelesen wird.

Herbert Häger

Schleching

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