Die Botschaft des Kreuzes

Zu „Kreuzerlass beschäftigt die Justiz“ (Bayernteil):

27 Kläger klagen am Bayerischen Verwaltungsgericht München gegen den Freistaat Bayern. Die Kläger beantragen unter anderem: „Der Beklagte wird verpflichtet, den Gemeinden, Landkreisen, Bezirken und sonstigen juristischen Personen des öffentlichen Rechts zu empfehlen, die in Befolgung von § 36 AGO angebrachten Kreuze zu entfernen.“

Meine Meinung: Das Kreuz erinnert an Christus und seine frohe Botschaft. Jede(r) hat die Freiheit, sich für diese Botschaft zu entscheiden: Vergeben, keine Gewalt anwenden, Frieden stiften, Gott lieben und seinen Nächsten wie sich selbst, Hungrigen zu essen geben, Durstigen zu trinken, Fremde aufnehmen, Bedürftigen Kleidung schenken, Kranke versorgen, Gefangene besuchen, mit Sterbenden und ihren Angehörigen die österliche Hoffnung auf ein Wiedersehen in ewiger Freude teilen. An all das darf auch öffentlich erinnert werden, zumal das Kreuz Christi und seine Botschaft nicht dadurch zu etwas Verwerflichem werden, dass das Kreuz als Vorwand für Verbrechen fehlgebraucht wurde.

Wer sich durch den Anblick des Kreuzes verletzt fühlt, hat die Freiheit, wegzuschauen und sollte dem Freistaat zugestehen, mit dem Kreuz öffentlich an ein weltgeschichtlich und für Bayern bedeutsames historisches Ereignis zu erinnern: Die Kreuzigung Christi auf Golgotha. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat 2011 nicht gegen, sondern für das Christuskreuz in einem staatlichen Raum entschieden, endgültig und verbindlich für alle 47 Staaten des Europa-Rates.

Hans Schnitzlbaumer

Bruckmühl

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