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Bitte nicht „Schulen auflassen“ oder Autos krachen lassen

Zu Nachlässigkeiten bei Texten und Überschriften in OVB-Berichten:

In der Ausgabe vom 27. Dezember 2021 wurde auf Seite 9 in fetter Überschrift gefordert: „Schulen nicht auflassen“. Ich hoffe nicht, dass irgendjemand die Auflassung der Schulen wollte, aber ich hoffe, dass die unterschiedliche Verwendung von „auf“ und „offen“ (beziehungsweise „geöffnet“) im Deutsch unterricht deutlicher erklärt wird. Auf der Seite 8 – beim Foto vom „missglückten Tankversuch“ – stutzte ich, denn ich sah nur das Auto auf der Seite liegen – und nicht die Frau, wie im Text behauptet.

Auf den Regionalseiten erfreut mich immer wieder, wie Autos in die verschiedensten Hindernisse „krachen“, auch wenn es manchmal nicht sehr laut gewesen sein dürfte. Diesmal (S. 13) schlug der Berichterstatter drastisch zu: „Auto kracht in Wand“. Gleich dreimal „kracht“ es im kurzen Text, hier natürlich zu Recht, denn das Auto musste anscheinend aus der Wand herausgekratzt werden, da es nicht nur an die Wand gestoßen ist.

Neben solchen eher vergnüglichen Stellen in den Texten erfordern manchmal die unzureichend gesetzten Satzzeichen das Mitdenken beziehungsweise Doppeltlesen, bevor der Inhalt klar wird. Beispiele gefällig? Seite 14, linke Spalte unteres Drittel: „Was mich entsetzt ist, ...“. Oder Seite 15, letzte Spalte im Frisuren-Artikel: „Trage eine Perücke ohne, ...“. Es scheint so zu sein, als ob die vor längerer Zeit gelockerten Interpunktionsregeln nicht mehr die Aufgabe hätten, der „Strukturierung und auch der Sinngebung des Satzbaus zu dienen“ (Zitat Wikipedia). Stattdessen erfordern sie mehr Aufmerksamkeit beim Lesen, aber das ist möglicherweise sogar gewollt.

Bernhard Liesenkötter

Rosenheim

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