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Bislang nur ein Tropfen auf den heißen Stein

Zum Bericht „Irgendwann gibt es hier keinen Baum mehr“ (Lokalteil):

Viele Leserbriefe und Berichte zu den Rodungen in Waldkraiburg zeugen von der Sorge um die heimische Natur. Anwohner lassen sich nicht mehr alles gefallen, was mutlose Politiker entscheiden, und klagen – in diesem Fall gegen den Parkplatz-Neubau an der Adlergebirgsstraße.

Der Widerstand zeigt Früchte. Es wird tatsächlich nicht gebaut, und eine Alternativ-Nutzung der Fläche ist möglich. Die benachbarte Schule, der angrenzende Kindergarten sowie die Anwohner wünschen sich einen Gemeinschaftsgarten. Gesagt – getan. In die Mitte des einst geplanten Parkplatzes wird eine Linde gepflanzt. Rundherum gesellen sich Hochbeete, eine Kräuterspirale sowie verschiedene Beerensträucher. Statt der Zufahrt wird ein Obstlehrpfad angelegt.

Das Projekt gibt den Impuls, weitere Flächen in Waldkraiburg wieder zu begrünen. Nachdem mehrere Autohäuser und auch ein Schlachthof mangels Nachfrage schließen, werden deren Parkplätze entsiegelt und darauf Streuobstwiesen und eine Permakultur-Fläche angelegt. Die leer stehenden Gebäude werden zu Coworking-Spaces und Wohnungen umgebaut. Umwidmung und Umnutzung lautet nun die Devise. Gleichzeitig können damit die für das Stadtklima so wichtigen Grünflächen vor weiterem Neubau-Wahn gerettet werden. An Wörter wie Nachverdichtung oder Ersatzaufforstung erinnert sich bei uns bald niemand mehr.

Mittlerweile kommen interessierte Politiker aus nah und fern, um sich vor Ort ein Bild über gelingende Stadt-Renaturierung zu machen. Vom Bunker über die Parkplatz-Stadt zurück zur Natur lautet nun unser Motto. Das fühlt sich gut an.

Dann blättere ich um und werde jäh aus meinen Träumen gerissen: „Bauherr plant Lagerhalle“ samt 15 Stellplätzen, wofür Bäume auf 4000 Quadratmetern fallen sollen. Alles wie gehabt in Waldkraiburg.

Roland Schrödl

Waldkraiburg

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