Betrug am Bürger

Zu dem Bericht „Sparer stecken in einem Dilemma“ (Wirtschaftsteil):

Reden wir Klartext: Seit langem Nullzinsen und die jetzt drohenden Negativzinsen mit steigenden Kontogebühren sind nichts anderes als eine schleichende Enteignung und Vernichtung des Vermögens und damit eine Bedrohung unserer privaten Altersvorsorge. Wie Millionen anderer Bürger habe auch ich einen Teil meiner Altersvorsorge privat organisiert und mir das eine oder andere abgespart anstatt das Geld zu verjubeln. Festgelder, Sparverträge, Bundesanleihen und sicherheitsorientierte Fonds: Instrumente waren dabei seit Generationen bewährte Mittel. Alles nichts mehr Wert und die real erlebte Inflation ist sowieso seit Langem höher als die EZB mit ihren obskuren Methoden misst. Haben nicht alle CDU-, CSU- und SPD-geführten Regierungen der letzten Legislaturperioden immer und immer wieder private Altersvorsorge angemahnt und die Bürger dazu aufgefordert eigenverantwortlich zu handeln und sich nicht nur auf den Staat zu verlassen. Und jetzt? Berlin ist ruhig und hält sich damit Frankreich und die Südländer bei Laune. Und unser sozialdemokratischer Bundesfinanzminister freut sich über seine billigere Staatsverschuldung. Sparen und Vorsorgen lohnt nicht mehr. Wissen die Politiker eigentlich, dass sie das hohe Gut der Eigenverantwortlichkeit zerstören? Das Sozialsystem wird unter dem Bruch der Versprechen noch ächzen. Diese Vermögensvernichtung ist weder christsozial noch sozialdemokratisch – es ist Betrug am Bürger!

Draghis Politik ist nichts anderes als eine riesige Umverteilungsmaschine von Nord nach Süd sowie von der Mittelschicht zu den Reichen und Superreichen, die sich Vermögensverwaltungen leisten können.

Ulrich Kottmann

Nußdorf

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