Betriebsräten viel zu verdanken

Zur Berichterstattung über die Tarifauseinandersetzung bei Alpenhain (Regionalteil):

Das erinnert mich an die 80er-Jahre, als bei Möbel Krügel in Rosenheim ein Betriebsrat installiert wurde. Herr Krügel senior wollte das absolut nicht akzeptieren, die Firmenleitung hat sich gut mit dem Betriebsrat arrangiert. Dann kam Hiendl. Die Hiendl-Mitarbeiter, die uns einarbeiten sollten, kamen aus dem Staunen nicht heraus. Wir hatten alles geregelt: Urlaub, Wochenenden, Verdienst. Da befanden sich die Hiendl-Angestellten noch in der Steinzeit. Der immer wiederholte Satz war: „Herr Hiendl will des aber so!“ Dann kam die Firma Lutz, schaute sich das an und verkaufte fast alle Häuser. Da kam dann die Gewerkschaft ins Spiel, es gab Sozialpläne, und Mitarbeiter, die schon jahrelang da arbeiteten, standen auf der Straße. Gott sei Dank wurde ihnen eine Abfindung bezahlt, die es sicher ohne Gewerkschaft und Betriebsrat so nicht gegeben hätte.

Leider nehmen viele Leute Dinge wie Arbeitszeit, Urlaubsgeld und Tariflohn als selbstverständlich hin. Das haben wir aber alles den Gewerkschaften zu verdanken. Irmgard Wagner

Riedering

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