Bestehendes in Waldkraiburg erhalten

Zur Berichterstattung über das Waldbad Waldkraiburg (Lokales):

In Artikel 3 der Bayerischen Verfassung heißt es in Abschnitt 1: „Bayern ist ein Rechts-, Kultur-- und Sozialstaat. Er dient dem Gemeinwohl. Soweit ich weiß, gehört meine Heimatstadt noch immer zu Bayern! Zu einer funktionierenden Kultur gehören selbstverständlich auch Sportstätten wie unser Waldbad! Und Kultur im weitesten Sinne leistet einen erheblichen Beitrag zum Zusammenhalt einer Gesellschaft! Die Ignoranz des Stadtrates und der Stadtwerke gegenüber den Herzenswünschen der Waldkraiburger, der ständige Hinweis auf die Unterhaltskosten, das Taktieren – all das zeugt nicht davon, dass hier das Gemeinwohl geachtet, geschweige denn ernst- genommen wird! Kein kommunales Schwimmbad in Bayern bringt schwarze Zahlen! Das ist nun mal so und sollte endlich akzeptiert werden.

Es erschließt sich weder mir, noch vielen anderen Waldkraiburgern, mit welcher Sturheit und Uneinsichtigkeit an dem Bau eines neuen Rathauses festgehalten wird – wo doch die Sanierung sogar billiger wäre! Unser Rathaus ist, genauso wie das Waldbad, Zeuge einer Generation, die den Artikel 3 der Bayerischen Verfassung noch ernstgenommen hat. Es sind beides klare, zeitlose Bauten, deren Erhalt sehr bedeutsam für uns Waldkraiburger wäre! Dietmar Steiner, großartiger Architekt und Begründer des Architekturhauses Wien, sagte in einem Interview über kommunale Bauten: „Der billigste Bau ist immer das Bewahren und Erhalten von bereits Vorhandenem! Es schont den Geldbeutel und die Ressourcen, denn die Gebäude sind ja bereits vorhanden!

Karin Böhm

Waldkraiburg

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