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Beschneidung nicht legalisieren

Zur Auseinandersetzung um die Zulassung von Beschneidungen an Kindern (Berichte im politischen Teil, Leserbriefe):

Nun ist es so weit. Beschneidungen aus religiösen Gründen bleiben straffrei. Das gilt wohl bei Beschneidungen von Jungen wie bei Beschneidungen von Mädchen, die es in vielen Ländern auch aus religiösen Gründen gibt. Dass die Beschneidung bei Jungen straffrei bleibt und bei Mädchen nicht, ist wegen der rechtlichen Gleichbehandlung nicht möglich. Wenn nun eine Familie oder mehrere Familien oder Gruppen bei uns Asyl bekommen, gleich aus welchen Gründen, und die Beschneidung der Mädchen fordern, muss diese auch straffrei bleiben. Ein zweiter Punkt: Beschneidungen aus religiösen Motiven bleiben straffrei, Beschneidungen aus anderen Motiven werden bestraft. Wie weit ist unsere Rechtsauffassung schon gefallen! Mit Wischiwaschi-Gesetzen ist der Rechtsklarheit nicht gedient, sondern geschadet. Das sollte für die Justizministerin Frau Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) eigentlich Grundwissen sein.

Konrad Breitrainer sen.

Rohrdorf

Was man da so alles liest für und gegen die Entfernung der Vorhaut. Mal wird die Religion vorgeschoben, mal die Hygiene. Unser Schöpfer hat bestimmt nichts geschaffen, dessen man sich entledigen muss. Oder ist es etwa so, dass die schon beschnittenen Männer sich sagen: "Ich musste es erleiden, also sollen es auch die Nachkommen erleiden"? Zum Thema Hygiene ein ganz einfacher Rat: Um damit verbundene Krankheiten zu vermeiden, einfach waschen! Dazu braucht man nicht eine Religion. Ausnahme ist natürlich eine medizinische Notwendigkeit, wie Vorhautverengung. Religion ist für viel wichtigere Dinge zuständig. Wer es bei uns nicht aushält - es wird hier keiner festgehalten.

Annemarie Jägerbauer

Kolbermoor

Zur ewig anhaltenden Diskussion über die Beschneidung von männlichen Säuglingen: Ich gebe hiermit Herrn Egon Zachert vollkommen recht! Woher kommen die ständigen und behandlungsbedürftigen Frauenkrankheiten? Von den vielen Hormonen, die auch in unseren Lebensmitteln immer noch erlaubt sind, die einen immensen Eingriff in das Zyklusgeschehen der Frau bedeuten. Die Hormone, die im Tierfutter hergenommen wurden meine ich hiermit nicht - das ist ja Gott sei Dank nun verboten! Nun noch zum Gebärmutterhalskrebs: Wenn Männer es genauer nehmen würden bei der Intimpflege (den Penis täglich waschen, dabei die Vorhaut zurückschieben und das Sekret herauswaschen), gäbe es meines Wissens keinen Gebärmutterhalskrebs bei den Frauen.

Rosi Mitternöckler

Ramerberg

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