Beschämende Zustände in der Tierhaltung

Zum Artikel „Entscheidung über Schweinehaltung vertagt“ und zur Berichterstattung über die Zustände auf Schlachthöfen (Politikteil):

Es ist traurig, dass erst durch Corona diese Massenvernichtungs-Betriebe für Schlachttiere und die dafür benötigten Arbeitslager für ausgenützte Billigarbeiter (viel zu knapp berichtet) an die Öffentlichkeit kommen. Dafür müsste sich die Regierung schämen und jedes Wort der „Zuständigen“ über Bemühungen zur Tierwohlverbesserung ist unglaubwürdig. Es geht ihr nur um Wachstumssteigerung für die Fleischindustrie und um Profit durch Massentierhaltung – aller Tierarten. Schauen Sie sich das mal an, Frau Klöckner, dann vergeht Ihnen das Lächeln. Vielleicht!? Landwirtschaft und Fleischerzeugung kann anders gehen, mit den Bauern, und die können und wollen das auch und nicht für die Industrie. Die meisten Verbraucher wollen „anständiges“ Fleisch, nicht von geschundenen Tieren und dafür sollen sie auch mehr bezahlen und das können sie auch.

Ursula Jahnel

Feldkirchen

Es macht mich unglaublich wütend zu sehen, wie schwer sich unsere politischen Vertreter tun, eine Entscheidung zu treffen und eine unsägliche Tierquälerei zu beenden. Man muss nicht einmal selbst Mutter sein, um sich vorstellen zu können, wie schrecklich es für eine Muttersau sein muss, in einem sogenannten Kastenstand seine Jungen säugen zu müssen. Aus der Medizin wissen wir, wenn Grundbedürfnisse nicht erfüllt werden, wird der Körper krank. Kein Wunder also, dass bei der Schweinemast immer mehr Medikamente eingesetzt werden müssen. In einem gesunden Umfeld haben Viren und bakterielle Erreger wesentlich weniger Chancen. Dies dürfte doch gerade jetzt, in einer virenbedingten Ausnahmesituation das stärkste Argument sein. Haben wir denn aus der momentanen Krise gar nichts gelernt? Wird uns denn nicht gerade deutlich aufgezeigt, dass immer weiter, immer mehr, immer billiger unser Ende bedeutet. Wir dürfen nicht so weitermachen wie bisher. Wir müssen unsere Nutztiere, die uns ernähren, wertschätzen und mit dem nötigen Respekt aufwachsen lassen. Dafür ist es einfach erforderlich, den angebrachten Preis zu bezahlen. Vielen Landwirten liegt das Tierwohl am Herzen, doch leider unterstützt die Politik vor allem die Riesenbetriebe und genau die haben ihre Lobbyisten. Österreich Großbritannien und die Niederlanden haben die Kastenhaltung bei Sauen längst verboten. Jeder von uns hat es in der Hand, wie er sich ernährt.

Monika Maria Walter

Rimsting

Kommentare