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Berichterstattung macht Polizei und Politik den Hof

Zum Bericht „Zwischen Unsicherheit und Protest“ (Regionalteil):

In einem 2/3-Seite füllenden Bericht fassen drei Reporter Geschehnisse um Elternsorgen im ständigen Verordnungswirrwarr zusammen. Um es vorwegzunehmen: Ich bedauere jede einzelne Familie, jedes Schul- und Kindergartenkind, alle direkt Betroffenen, sogar die uniformierten Staatsdiener, die sich sicherlich inzwischen immer öfter auch ob ihrer unsäglichen „Rollkommandoeinsätze“ zur Bewachung interessierter Bürger abkommandiert nicht immer wohl in ihrer Haut fühlen werden.

Was mich allerdings als Abonnent einer Tageszeitung fast täglich auf die Palme bringt, ist die Art der Berichterstattung. Eine Art, die immer mehr an die Erlebnisaufsätze in unseren Kindzeiten in der Volksschule, ja so hieß die damals noch, erinnert. Die Berichte sind flach angelegt und machen zu 95 Prozent der Polizei oder aber den Regierenden den Hof. Ein mehr oder weniger sachlicher Bericht mündet tatsächlich in dem Resümee, dass bei einem „Hupkonzert vorbeifahrender Autos“ niemand vor Ort unterscheiden konnte, ob „unterstützend oder dagegen“, und dass die Fahrer wohl mit Verwarnungen rechnen müssten. Die Beamten (mein Lieblingsstatus im Lande) hätten die Kennzeichen notiert. Sind wir tatsächlich soweit gekommen, dass die von unseren Steuergeldern entlohnten Staatsdiener nichts besseres zu tun haben? Werden sie sich dann auch bei Hochzeiten und Fußballmeisterschaftsfeiern die Finger wund schreiben? Da bin ich gespannt.

Horst Schmidmayer

Bernau

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