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Beobachtungen und Zahlenspiele

Impfärztin Caroline Klima impft im Circus Krone einen Zirkus-Mitarbeiter gegen das Coronavirus, während im Hintergrund Pferde in der Manege trainieren.
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Impfärztin Caroline Klima impft im Circus Krone einen Zirkus-Mitarbeiter gegen das Coronavirus, während im Hintergrund Pferde in der Manege trainieren.

Zu den Berichten über die aktuelle Corona-Situation (Politik- und Lokalteile):

Ich nehme Bezug auf den Bericht im OVB, wo Herr Polizeidirektor Klarner eine schwindende Akzeptanz für „derartige Aufzüge“, wie er es nennt, wahrnimmt und nehme auch Bezug auf die über 60 Anzeigen, zu denen es laut Polizei gekommen ist. Ist es nicht „Schwurbelei“ von einer Seite, wo man es so gar nicht erwartet? Sind da Zweifel an der Wahrnehmung eines Polizeidirektors nicht angebracht? Ist es ihm wirklich entgangen, dass es immer mehr Leute auf die Straße treibt, die für den Erhalt der Grundrechte eintreten?

Schon längst ist das Narrativ vom Querdenker und der „rechten Gesinnung“ nicht mehr haltbar. Es ist der Durchschnitt der Bevölkerung, samt Oma und Opa und Familien. Es gehen Menschen auf die Straße, die sich niemals im Leben hätten vorstellen können, jemals auf die Straße zu gehen – und es sind auch die Grundrechte der Polizei, weswegen im Lande Tausende in Bewegung sind und diese grundrechtswidrige, diskriminierende Politik auf diese Art und Weise kritisieren.

Außerdem ist zu lesen, dass es zu über 60 Anzeigen kam. Mein „Erlebnis“ dazu: Eine junge Frau, nicht Demo-Teilnehmerin, steht an einer Hauswand mit Kerze, aber ohne Mundschutz. Harmloser als diese Frau sich gibt, geht es nicht. Aber: mit drei Polizisten umstellt, Ausweis bitte, Anzeige. Und wenn ich mir dann vorstelle, dass viele solcher Anzeigen so oder ähnlich zustande gekommen sind, dann kann ich nicht anders als zweifeln, an der Politik und auch an der Polizei. Der Eindruck, dass im Grunde harmlose Bürger gegängelt werden, dass ein harmloses „Vergehen“ benutzt wird (im Freien keine Maske), um Strafanzeigen zu „sammeln“, dieser Eindruck bleibt und ist unserer Polizei eigentlich nicht würdig.

Joanna Helf

Raubling

Obwohl im OVB in acht von neun Leserbriefen gegen die Impfung Stellung bezogen wird, behauptet einer, das OVB mutiere zu einem „Propagandablatt“. Wie wäre es mit verbaler Abrüstung? Ich frage mich schon länger, warum das Thema Impfung so emotional geworden ist. Wie schafft es ein Coronavirus, viele Familien, Teams, Sportgemeinschaften in zwei Lager zu spalten?

Corona lässt niemand kalt. Ob wir es kleiner oder größer reden, es zeigt die Grenzen unseres Daseins in sehr persönlicher Weise. Es kommt unsichtbar, aus dem Nichts, ohne jede Vorwarnung. Und es richtet bei jedem einen unterschiedlichen Schaden an. Wie aber gehen wir mit einer nicht greifbaren Bedrohung um? Wenn wir das Gefühl haben, wir sind nicht allein, dann hilft uns das. Deswegen suchen wir Gleichgesinnte, eine Gruppe, die uns in unserer Angst auffängt und uns Halt gibt. Das macht unter anderem soziale Medien so attraktiv. Haben wir dann eine Gruppenidentität gefunden, halten wir daran fest. Es stärkt sie, wenn sie sich ständig im Widerstreit mit einer anderen Gruppe beweisen muss. Deshalb können viele von den „Spaziergängen“ und „Anti-Corona-Maßnahmen-Demos“ nicht genug kriegen. Es ist immer wieder eine neue Manifestation und Bestätigung: Ich bin nicht allein, mir kann nichts passieren. Ich brauche keine Angst zu haben. Der psychologische Effekt bei den „Gegendemonstrationen“ ist der gleiche. Es finden wenige gegenseitige Überzeugungen statt, solange der Zwei-Lager-Modus nicht aufgelöst wird.

Was erzeugt die Unversöhnlichkeit? Es hat auch etwas mit den bisherigen „Investitionen“ in die eigene Überzeugung zu tun. Sie sollen sich rentieren und der Aufwand nicht umsonst gewesen sein. Dabei wird aber übersehen, dass uns die Erkenntnisse zum Thema Coronavirus beinahe im Stundentakt überrollen, und daraus entsteht enorm viel Unsicherheit. Jeder, der sagt, die Impfung hilft, meint, er habe recht – und jeder, der sagt, sie hilft nicht, meint auch, er habe recht. Diese Aussagen sind gegensätzlich und gleichzeitig Ausdruck einer unterschiedlichen Sichtweise, wie sie häufig vorkommt. Die Fans von zwei Fußballmannschaften sehen meist das Spiel völlig unterschiedlich, obwohl sie vom gleichen Spiel reden.

Wenn wir trotz dieser Unterschiede uns nicht gegenseitig die Köpfe einschlagen und stattdessen in Sorge füreinander sind, können wir gestärkt aus einer Krise rausgehen.

Reinhold Beer

Schnaitsee

Oft frage ich mich, wozu brauchen wir überhaupt die hin und wieder tagende Ministerpräsidentenkonferenz (MPK)? Ist sie das „große Palaver“ der 16 heutigen Kurfürsten im föderalen Deutschland, um den Untertanen Aktionismus vorzugaukeln? Da vereinbaren sie mit großen Worten und Gesten: „Lasst uns sein ein einig Volk von Brüdern“, beschließen, ohne auf die Warnungen und den Rat der Wissenschaftler zu hören, irgendwelche Luftschlösser, um dann selbstbewusst wieder in ihre Territorien beziehungsweise Staatskanzleien zurückzukehren und dort lauthals in Gutsherrenart zu verkünden: „Was interessiert mich das Geschwätz, was ‚die Anderen‘ auf der MPK beschlossen haben? Mir san mir!“

Jürgen Engelhardt

Stephanskirchen

Es ist mal wieder Zeit, mir etwas Luft zu machen. Omikron, die Virus-Variante mit dem milden Verlauf? Aber für wen? Für Geimpfte oder Ungeimpfte? Ob es einen milden Verlauf bei Ungeimpften gibt, kann man noch nicht sagen? Ist die Ansteckungsrate vielleicht bei der Gruppe ohne Impfung nicht so hoch, um eine konkretere Aussage da rüber zu treffen? Sind wir am Ende bei der Pandemie der Geimpften angekommen? Wo bleibt da die Logik? Wenn ich mich einmal, zweimal oder dreimal impfen lasse, dann wurde doch gesagt, das schützt vor schwerem Verlauf. Nun wird schon an der vierten Impfung gegen Omikron geforscht. Etwa auch gegen schweren Verlauf?

Zumindest wissen wir jetzt sicher, dass eine dreimalige Impfung definitiv nicht vor einer Ansteckung schützt, egal ob unter geimpften oder nicht geimpften Menschen. Und wir wissen auch, dass eine ungeimpfte negativ getestete Person keine Gefahr für einen Geimpften ist, der ja durch die Impfung angeblich sowieso vor schwerem Verlauf geschützt ist.

Schon wieder habe ich Zweifel an der Logik. Wa rum haben Menschen, die sich für eine Impfung entschlossen haben, um sich selbst bestmöglich zu schützen, Angst vor frisch negativ getesteten Ungeimpften? Liegt es vielleicht daran, dass Politik und Medien ihr Bestes dazu beitragen, um so die Spaltung der Gesellschaft voranzutreiben? Ausgrenzung, Diskriminierung und Hantieren mit falschen Zahlen hat im Oktober die Pandemie der Ungeimpften heraufbeschworen und das haben nur Politik und Medien zu verantworten. Und mir ist klar, dass eine bürgerfremde Regierung eine Spaltung in der Gesellschaft nicht erkennen kann oder erkennen will. Vielleicht müsste man dann Fehler eingestehen und sich schlussendlich auch noch dafür entschuldigen.

Susanne Knogler

Raubling

Impfverweigerer schrecken nicht einmal vor der Widerwärtigkeit zurück, einen wahnsinnigen Querdenker, der seine Familie ausgelöscht und seine kleinen Kinder lieber ermordet hat, als sie der Impfung auszuliefern, als Opfer zu stilisieren und zum Märtyrer zu machen. Jede Abscheulichkeit kommt ihrer Agitation gelegen, ihr Fanatismus hat sie gewissenlos gemacht. Ich will sie nicht in meiner Nähe und wenn ich ins Krankenhaus muss, möchte ich nicht von ungeimpftem Personal betreut werden. Ist andererseits die medizinische Versorgung für durch Selbstverschulden Erkrankte nicht mehr gewährleistet, weil ihre hohe Zahl die personellen Kapazitäten übersteigt, entzieht sich das nicht Machbare moralischer Bewertung und hebt die humanistisch ethische Verpflichtung auf.

Wolfgang Kronzucker

Neubeuern

Einen Leserbrief in der Süddeutschen oder der Frankfurter Allgemeinen Zeitung unterzubringen, ist fast unmöglich. Im Gegenteil dazu druckt das OVB fast sämtliche eingereichten Leserbriefe ab und hat sich damit sozusagen ein Monopol erarbeitet. Meines Wissens nach publiziert keine deutsche Zeitung bis zu fünf Seiten Leserbriefe. In der Ausgabe vom 8. Januar findet man neun Leserbriefe zum Thema Corona, acht davon sind von Impfgegnern oder Impfskeptikern. Diese Verteilung ist genau entgegengesetzt zum Impfstatus unserer Bevölkerung – Impfbefürworter schreiben selten einen Leserbrief. Die Argumente der Impfgegner bringen nichts Neues mehr, sondern werden gebetsmühlenartig wiederholt. Ich will nur kurz auf zwei dieser Briefe eingehen. Raimund Mann aus Bad Aibling schreibt bezüglich der Berichterstattung über Impfungen, dass „das OVB leider zu einem Propagandablatt mutiert ist“, und kritisiert die „Panikmache der Medien“. Und Jürgen Peter aus Waldkraiburg spricht von einer „experimentellen Massen-Genthe rapie“. Von derart abwegigen Äußerungen kann man sich nur distanzieren.

Dr. Richard Kirchlechner

Rott

Es kommt Licht ins Dunkel. Jetzt dringend den Booster und im Frühjahr gegen Omikron nochmal. Vielleicht den „Booster“ umbenennen in Auffrischungsimpfung. Den Begriff gibt es dafür schon seit Jahrzehnten. Klingt halt weniger nach coolem Marketing, sondern nach Wahrheit. Wo gehen die Kosten hin? Es gibt etwa 80 Millionen Impfkandidaten in Deutschland. Nachdem schon Auffrischungen nach drei Monaten im Raum stehen, rechnen wir mal mit vier pro Jahr.

Ein Arzt ist mit Vorgespräch nach Vorschrift plus der Impfung etwa 15 Minuten beschäftigt. Also vier Stunden oder 32 Impfungen am Tag. Bei etwa 220 Arbeitstagen netto sind das 7040 pro Jahr pro Arzt. Um alle Impfungen durchzuführen, benötigen wir also fast 46 000 Ärzte, die das ganze Jahr nichts anderes tun, als gegen Corona zu impfen. Zum Vergleich: Es gibt etwa 46 000 Hausarztpraxen in Deutschland. Die Kosten dürften inklusive Logistik und Infrastruktur bei mindestens 100 Euro pro Impfung liegen. Sind also mindestens 32 Milliarden Euro pro Jahr garantiertes Zusatzeinkommen für Pharma und Medizin. Bei aktuell etwa 440 Milliarden Euro Gesundheitsausgaben sind das fast acht Prozent obendrauf.

Bei 50 Prozent Einzahlern sind das 16 Prozent Betragserhöhung pro Beitragsnase. Bin gespannt, wann und unter welchem Mäntelchen sie uns das verkaufen. Und wo die ganzen Ärzte herkommen sollen. Oder wir machen es wie immer und finanzieren auf Pump. Sollen doch unsere Kinder und Enkel sehen, wie sie damit klarkommen.

Wenn jetzt noch jemand glaubt, dass die Entscheidungsträger sich für unsere Gesundheit interessieren, dann ist er selbst schuld. Wenn dem so wäre, dann wären Zucker in Lebensmitteln sowie Tabak und Alkohol schon längst verboten. Das würde nicht mal Geld kosten und unser aller Leben deutlich verlängern. Es geht nur ums Geld.

Ulrich Eiwan

Amerang

Mit großem Erstaunen las ich die fast ausschließlich von Impfbefürwortern verfassten Leserbriefe zum Thema Covid-Impfung – wie lange müssen wir uns dieses Geschwurbel eigentlich noch anhören? Was bezwecken diese Leute mit ihren Ergüssen denn immer noch? Falls ich mit diesen Sätzen jemanden beleidigt haben sollte, bitte ich förmlichst um Verzeihung. Aber es muss doch jetzt wirklich langsam jedem klar werden, dass diese Impfung höchstens als Kurzzeitbehandlung taugt und zu viele Opfer fordert.

Diese Impfung bringt mehr Schaden als Nutzen, vom finanziellen Desaster mal abgesehen. Was ist das für eine Impfung, wenn dann dermaßen viele Leute an Impfung und Virus sterben müssen? Positiv an Corona empfinde ich zwei Dinge: Meine Kochkünste werden zunehmend besser und trotz alledem habe ich meinen Humor nicht verloren.

Alois Meier

Gars

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