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Bender-Zwillingeein Vorbild fürheutige Jungprofis

Zum Bericht „Comeback der Bender-Zwillinge in der Fußball-Kreisklasse“ (Sport in der Region):

Während sich die Bender-Zwillinge nicht zu schade sind, nach einer Bilderbuch-Karriere im Profifußball für den Heimatverein Brannenburg in der Kreisklasse aufzulaufen, findet der DFB keine 22 Spieler, die an den Olympischen Spielen teilnehmen wollen. Trainer Kuntz kann in einem entscheidenden Spiel nicht einmal das Wechselkontingent von fünf Leuten ausschöpfen, weil der Kader zu klein ist. Das ist ein Armutszeugnis für den größten Sportverband der Welt und sagt viel über den Charakter unserer verhätschelten Fußballer-Generation aus. Die größte Sportveranstaltung der Welt wäre meiner Meinung nach für Spieler aus der zweiten Reihe eine gute Plattform, sich für größere Aufgaben – national wie international – zu empfehlen. Die Benders haben es seinerzeit als Silbermedaillen-Gewinner in Rio vorgemacht, als ein homogenes und motiviertes Team denkbar knapp im Finale verlor und Fußball-Deutschland würdig vertrat. Aber der Fisch stinkt bekanntlich vom Kopf her. Es wird Zeit, dass sich an der DFB-Spitze samt Management etwas ändert und wieder eine Spielergeneration aufgebaut wird, die Tugenden repräsentiert, die die Benders zu Top-Profis gemacht haben: Zuverlässigkeit, Leidenschaft und Bodenhaftung.

Josef Gschwendtner

Raubling

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