Behandlung unerklärlich

Zum Bericht „Klinikinfektion endet tödlich“ (Regionalteil):

Die Geschichte dieser Pa tientin macht mich sehr betroffen, traurig und wütend. Warum? Weil wir einen Freund in Berlin haben, der an derselben Auto-Immunerkrankung leidet. Ein Pa tient mit dieser Erkrankung gehört per se isoliert, auch ohne Corona. Warum hat man das im Klinikum Rosenheim nicht beachtet? Es ist mir unerklärlich. Andere Urteile überlasse ich den zuständigen Stellen. Man kann dem Sohn nicht mal den Vorwurf machen, seine Mutter da nicht sofort herausgeholt zu haben. Man ist oft so ausgeliefert, nun während der Pandemie noch mehr.

Ein Freund erkrankte vor drei Monaten auch schwer. Staphylokokken befielen die gesamte Wirbelsäule und Bandscheiben. In der Uniklinik München lag er dann auch in einem Drei-Bett-Zimmer. Man hatte ja eine eigene „Corona-Station“. Viel zu früh auf Reha entlassen, landete er schnell wieder in der Uniklinik. „Die reden mit mir nicht...“, sagte er. Unserem Freund ging es immer schlechter und seine Frau, die ihn wegen Corona-Schutzmaßnahmen zwei Monate nicht gesehen hatte, verzweifelt. Wir haben unseren Freund da herausgeholt! Ich denke, unsere Hartnäckigkeit hat ihm das Leben gerettet.

So gilt auch ein großer Dank der Belegschaft des Klinikums Vogtareuth. Insbesondere dem sehr menschlichen Chefarzt Dr. Kudernatsch, der uns zuhörte. Unser Freund ist nach einer erneuten OP auf dem Wege der Besserung. Aber dies ist es nicht allein. Er hat den Mut, zu kämpfen, wieder gefunden. Dank den Menschen, die sich um ihn jetzt kümmern und nicht „anonyme Weißkittel!“

Maria Elbertzhagen

Bruckmühl

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