Als Beamter in der AfD?

Zu „Deutsche Polizisten verteidigt“ (Leserbrief von Hans Sandner):

Vorneweg: Ich bin weit davon entfernt, der SPD-Vorsitzenden Saskia Esken das Wort zu reden. Aber Sie, Herr Sandner, sind herrlich naiv. Eine Dienstaufsicht bringt gar nichts, denn im Polizeipräsidium gibt es meines Erachtens nie eine vollständige Aufarbeitung von polizeilichem Fehlverhalten. Das weiß ich aus eigener Erfahrung. Eine Krähe... – Sie kennen das Sprichwort, klar.

Was mir allerdings noch viel mehr Sorgen bereitet, ist die Tatsache, dass Staatsanwälte und Polizisten offenbar immer häufiger auf den Kandidatenlisten der AfD auftauchen. Sind diese Leute dann überhaupt noch imstande, sich rückhaltlos für unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung einzusetzen?

Ich schlage vor, dass wir mit einer öffentlichen Diskussion darüber beginnen, ob AfD-Beamte und -Angestellte im Öffentlichen Dienst einem Radikalerlass oder Extremistenbeschluss unterworfen werden sollten – wie in den guten alten Siebzigern – mit allen Konsequenzen: sofortiges Berufsverbot, Aberkennung des Ruhegehalts, keine Hinterbliebenenversorgung, kein Beihilfeanspruch.

Hans Pingel

Bad Aibling

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