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OVB-Leserforum

Bauvorhaben in der Stadt: Die Netzwerke müssen aufgebrochen werden!

Im Bericht „Großstadtfantasien in Rosenheim? Kritik an Baupolitik der Stadt“ ging es um die Frage, welche Vision die Stadt von der Entwicklung in Zukunft hat. Dazu haben uns mehrere Leserbriefe erreicht.

Hier geht es zum Artikel: Großstadtfantasien in Rosenheim? Kritik an Baupolitik der Stadt

Leserbrief von Fritz Karl Götz, Rosenheim

Von einem weisen Staatsmann Griechenlands, der Wiege der Demokratie, stammt der Satz: „Ein stiller Bürger ist ein schlechter Bürger.“ Rosenheims Bürger sind in den Nachkriegsjahren und insbesondere in den 60er-Jahren nicht als sonderlich diskussionsfreudig in Erscheinung getreten. Ein böses Erwachen gab es oft erst Jahre später. Wie hätten sonst Gebäude wie das Karstadt-Kaufhaus, die achtgeschossigen Blöcke an der Innstraße und die Hochhäuser auf der Flötzinger Wiese entstehen können?

Die Entrüstung mancher Stadträte über die Kritik in Richtung Forum kann ich daher nicht nachvollziehen. Wenn fast jede Woche im OVB „Hiobsbotschaften“ von geplanten Bauvorhaben wie Gärbehälter gegenüber der Roßackerkapelle, Terrassenhaus an der Ecke Hubertus-/Küpferlingstraße, siebengeschossiger Neubau am Filmpalast, Aufstockung des ehemaligen Karstadt-Sporthauses und Hochhaus an der Wittelsbacherstraße direkt gegenüber der Kirche größtenteils von der Stadtratsmehrheit gutgeheißen werden, fragt man sich als mündiger Bürger schon, ob diese Räte ihr Verantwortungsbewusstsein für Denkmalschutz und Stadtbildpflege vor dem Rathaussaal an der Garderobe abgeben.

Der Hinweis auf Bedarf an Wohnraum allein rechtfertigt diese „Ausrutscher“ nicht. Hochhäuser sind bekanntlich aus soziologischer Sicht keine gute Wohnform und zu starke Verdichtung erzeugt Probleme in verkehrstechnischer Hinsicht. Visionen für eine umfassende Stadtentwicklung fehlen. Es ist daher zu wünschen, dass die bislang schweigende Mehrheit sich wieder stärker zu Wort meldet. Stadtplanung und Stadtentwicklung geht uns alle an.

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Leserbrief von Jürgen Bauer, Riedering

Auch ich habe das Gefühl, dass große und das Ortsbild störende Bauvorhaben in Rosenheim sehr schnell und einfach durchgewunken werden. Konkret habe ich mir das Hochhaus gegenüber der Christkönig-Kirche vor Ort versucht vorzustellen – schon ein Hammer für die Kirche! Auch die Flözinger-Tank-Anlage nahe dem Roßacker, einem historischen Rosenheimer zentralen Punkt, ist für mich nur sehr schwer zu verdauen.

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Leserbrief von Michael Steinecke, Rosenheim

Es ist schon richtig erkannt, Herr Heinz, dass den Rosenheimer Stadträten ein gewisser Neugestaltungswille für die Stadt und seine Bürger fehlt. Hierbei sind es überwiegend, manchmal auch ausschließlich, der Oberbürgermeister und die Stadträte der CSU.

Die Rosenheimer Verwaltung hat sich dank jahrzehntelanger Mehrheit der CSU in Stadt und Land schon in vielen Bereichen verselbstständigt. Hier werden Entscheidungen getroffen, wie beispielsweise der öffentliche Nahverkehr, ohne Einbezug des Stadtrates. Es werden sogar ohne Absprache Neuverträge geschlossen. Haben wir einen OB als Marionette der Stadtverwaltung?

Diese ganzen Netzwerke müssen einfach mal aufgebrochen werden. Ein gutes Beispiel für Politik für den Bürger und gleichzeitig zukunftsorientiert ist die Stadt Tübingen mit ihrem OB Palmer. All diese Maßnahmen mit der CSU auch in dieser Stadt anzugehen – undenkbar.

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