Bahn-Abo gekündigt

Zum Bericht „Corona bringt der Südostbayernbahn Lokführer“ (Lokalteil)

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In dem Artikel verweist Herr Krause darauf, dass die Südostbayernbahn (SOB) den Zugverkehr in der Krise nahezu vollständig aufrecht erhalten habe. Als Pendler nach München kann ich nicht die Gesamtsituation der SOB beurteilen, aber für die Verbindung nach München kann ich die Aussage von Herrn Krause nicht nachvollziehen: Vielmehr wurde bereits vor dem Lockdown das morgendliche und abendliche Zugangebot nach München (wegen Lokführermangel?) ausgedünnt. Es gab recht kurzfristige Ausfälle der jeweiligen guten Verbindungen.

Und dann, von Mitte März bis Anfang Mai, sind morgens und abends nur die Hälfte der Züge gefahren. Leider wurden jeweils die schnelleren Verbindungen gestrichen – mit der Folge, dass sich mein Arbeitsweg morgens und abends um etwa 35 Minuten verlängerte.

Es bleibt ein ungutes Gefühl: Die Bahn bewirbt Leistungen (Zugverbindungen), erbringt diese aber dann nicht, bezahlen muss man es trotzdem. Das kann man notgedrungen als Pendler akzeptieren, gerade wenn besondere Umstände wie Sturm oder Pandemie vorliegen. Dann aber zu behaupten, es sei fast alles normal abgelaufen, ist doch befremdlich.

Herr Krause sieht ja keinen Grund für eine Rückerstattung. Persönlich habe ich Mitte April entnervt aufgegeben, nach nunmehr 35 Pendlerjahren mein Zugticket gekündigt und pendle seitdem nicht mehr mit der Bahn.

Wolfgang Kufer

Mühldorf

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