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E-Autos und Klima-Irrtum

Zur Berichterstattung über den Klimawandel und den Boom der Elektromobilität (Politikteil):

Manch einer kauft sich ein Elektroauto im Glauben, damit den CO2-Ausstoß zu senken und etwas Gutes gegen die Klimaerwärmung zu tun. Wenn er hauptsächlich zuhause lädt und einen Stromanbieter hat, der ihm 100-prozentig grünen Ökostrom garantiert, ist er sich seiner Sache völlig sicher.

Jedoch er irrt. Sein Elek troauto wird zu 100 Prozent mit Strom aus fossilen Kraftwerken laufen. Der Grund ist völlig klar. Das grüne Ökostromangebot ist begrenzt. Niemand wird zusätzlichen Ökostrom ins Netz einspeisen, weil ein Elektroauto zusätzlich in Betrieb geht. Also wird der zusätzliche Strombedarf im Netz aus der einzigen Quelle kommen, die in der Lage ist, ihr Stromangebot zu erhöhen. Das sind die fossil betriebenen Kraftwerke, spätestens nächstes Jahr, wenn alle Kernkraftwerke vom Netz sind. Die Ökostromproduzenten können ihr Angebot nämlich nicht erhöhen, sie produzieren alle schon am Limit ihrer Kapazitäten. Ein Elektroauto, das mit Strom aus fossil betriebenen Kraftwerken angetrieben wird, hat aber ungefähr den gleichen CO2Ausstoß wie ein moderner Dieselmotor. Einziger Unterschied: Das CO2wird an einer anderen Stelle ausgestoßen. Dem Klima ist der Ort aber völlig egal.

Leider ist das aber nicht alles, es kommt noch dicker. Das Elektroauto hatte schon bei seiner Herstellung eine wesentlich negativere CO2-Bilanz. Unterm Strich heiß das nichts anderes, als dass die Entscheidung für das Elektroauto mehr CO2ins Klima bringen wird, als es die Entscheidung für ein Verbrennerfahrzeug getan hätte.

Bleiben die Aussichten so düster? Nein. In zehn Jahren vielleicht, wenn der Anteil des grünen Stromangebots sich der 100-Prozent-Marke nähert, dann wird sie kommen, die große Stunde der Elektromobilität.

Jürgen Keil

Feldkirchen-Westerham

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