Auswüchse der Emanzipation

Justizministerin Christine Lambrecht sorgte mit einem Gesetzesentwurf in fast ausschließlich weiblicher Form nicht nur für Streit in der Koalition, sondern auch für Kritik unserer Leserbriefschreiber.
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Justizministerin Christine Lambrecht sorgte mit einem Gesetzesentwurf in fast ausschließlich weiblicher Form nicht nur für Streit in der Koalition, sondern auch für Kritik unserer Leserbriefschreiber.

Zum Bericht über Justizministerin Lambrecht und einen Gesetzesentwurf in fast ausschließlich weiblicher Form (Politik):

Als Frau kann man sich bald nur noch fremdschämen bei solchen Auswüchsen der Emanzipation. Beschämend, erschreckend und beängstigend, wenn der Justizministerin nicht einmal die juristisch einwandfreie Formulierung geläufig ist. Die Frau gehört sofort abgelöst. Da verliert man noch völlig das Vertrauen in die Politik, speziell in die Justiz! Und solche Leute sitzen in den höchsten Ämtern und bekommen eine Menge Geld dafür!

Könnte man diesen fanatischen Sprachverhunzern mal erklären, dass das Wort „Mensch“ Mann und Frau bedeutet, egal wie der Artikel davor lautet, also: der Mensch als Bürger, Minister, Beamter. Dass aber im Plural alle Artikel weiblich sind, sogar der Mann – die Männer! Zufrieden? Wenn nötig bietet unsere Sprache jederzeit differenzierte Unterscheidung! Genauso beschämend ist die schon länger andauernde Mohren-Geschichte. Warum immer alles negativ darstellen ohne Rücksicht auf geschichtliche Bedeutung und Hintergründe und die aus solchen Forderungen resultierenden Kosten? Haben wir wirklich keine anderen Sorgen? Wir machen nicht nur unsere Sprache kaputt, wir machen uns langsam aber sicher zum Gespött der restlichen Welt mit unserem übertriebenen Perfektionismus. In welchem Land gibt es Vergleichbares?

Lydia Winner

Stephanskirchen

Endlich hat sich jemand getraut, diesem Sprach-Irrsinn zu widersprechen. Es besteht schon länger der Verdacht, dass hier dicht an der Grenze der Verfassungsmäßigkeit entlang geschrammt wird. Dass so etwas ausgerechnet vom Justizministerium kommt, schlägt dem Fass endgültig den Boden aus. Ich käme jedenfalls nicht auf die Idee, ein solches Gesetz auf mich zu beziehen. Wahrscheinlich ernte ich übelste Beschimpfungen, aber damit wird der Gender-Wahn nicht richtiger.

Karsten Bonk

Rosenheim

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